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Apple-Veteranen äußern sich zu "Jobs"-Film

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Ashton Kutcher vs. Steve Jobs.

(Bild: Filmproduktion)

In Interviews und Blog-Kommentaren haben sich die Apple-Veteranen Daniel Kottke, Bill Fernandez und Steve Wozniak zur Ende letzter Woche erschienenen Steve-Jobs-Filmbiografie "Jobs" geäußert. Neben Lob für Hauptdarsteller Ashton Kutcher, der Jobs teilweise erstaunlich nahe komme, gab es allerlei Kritik.

So sagten Kottke und Fernandez in einem Gespräch mit Slashdot, der Film nehme sich diverse Freiheiten und habe Szenen hinzugefügt, die so nicht korrekt seien. So sei etwa der Abgang von Steve Wozniak aufgrund von dessen Flugzeugabsturz gekommen, eine tränenreiche Abschiedsszene mit Jobs habe es nicht gegeben. Auch hätte das frühe Apple-Team nicht zusammen in der Garage von Jobs' Eltern gewerkelt, nur einzelne Personen hätten dort Platz gefunden.

Apple-Mitbegründer Steve Wozniak sagte unterdessen im Kommentarbereich einer Filmkritik bei Gizmodo, dem Streifen fehle alles nach Jobs' großen Produkterfolg mit dem iPod, zudem fühle er mit den Personen, die "in ihren Interaktionen mit Jobs fehlerhaft dargestellt" seien. Ashton Kutcher hatte Wozniak kritisiert, von einer konkurrierenden Filmproduktion bezahlt zu werden – einer Big-Budget-Produktion von Aaron Sorkin ("The Social Network)". Deshalb äußere sich dieser negativ zu "Jobs".

Das wollte Wozniak nicht auf sich sitzen lassen. "Jeder der Filme hätte mich als Berater bezahlt, aber 'Jobs' hatte bereits ein fertiges Script", sagte er. Er habe deshalb nicht eingreifen wollen, obwohl ihm das Drehbuch nicht gefallen habe. "Ich habe trotzdem gehofft, dass es ein toller Film wird."

An den US-Kinokassen scheint "Jobs" indes nicht zu zünden. Laut Zahlen von Box Office Mojo spielte der Film 6,7 Millionen US-Dollar am Wochenende ein, die Produktionsfirma habe 8 bis 9 Millionen erhofft. Die Filmkritik-Website Rotten Tomatoes listet zudem ein schlechtes Rating. Wann "Jobs" in Deutschland erscheint, ist noch unklar.

Die Mac & i-Filmkritik zu "Jobs" lesen Sie hier:

(bsc)