Apple Watch: Ein Jahr Entwicklungszeit für die richtige Vibration

Die Feinabstimmung von Tönen und Vibrationen der Apple Watch hat über ein Jahr in Anspruch genommen, wie ein neuer Artikel über die Entstehungsgeschichte der Uhr verrät.

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Apple Watch

(Bild: dpa, Kay Nietfeld)

Von
  • Leo Becker

Die "Taptic Engine" der Apple Watch soll bei eingehenden Benachrichtigungen an das Handgelenk des Nutzers "tippen" – unterschiedliche Vibrationsarten weisen dabei auf verschiedene Mitteilungen hin, beispielsweise einen anstehenden Termin oder einen Anruf. Die Abstimmung der Töne und Vibrationen habe über ein Jahr in Anspruch genommen, erklärt das Magazin Wired in einem längeren Bericht über die Entstehungsgeschichte der Apple Watch.

Das Design- und Entwicklungs-Team fertigte demnach Aufnahmen von verschiedenen Geräuschen an und übertrug diese anschließend in Antipp-Gefühle – Vibrationen der Taptic Engine, die in Stärke, Länge und Rhythmus variieren.

Design-Chef Jony Ive habe in wöchentlichen Meetings über die jeweilige Umsetzung entschieden, beispielsweise den Ton und die Vibration bei einem eingehenden Anruf, schreibt das Magazin – erst nach über einem Jahr sei er mit allen Varianten zufrieden gewesen.

Da die Software-Entwicklung der Apple Watch schneller als die Hardware-Entwicklung vorankam, handelte es sich beim ersten Prototypen noch um ein iPhone mit einem Klettverschluss-Armband, auf dem Watch OS lief, berichtet Wired. Die zur Bedienung der Uhr entscheidende Krone wurde als Dongle umgesetzt, welches sich in den Kopfhöreranschluss des iPhones einstecken ließ.

Bei frühen Testläufen der Software sei schnell klar geworden, dass die Uhr nur sehr kurze Interaktionen von 5 bis höchsten 10 Sekunden zulässt – bevor die Position des Armes Schmerzen bereitet. (lbe)