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Apple Watch soll immer mehr Körperfunktionen kontrollieren

Es fehle ein Äquivalent zur Auto-Serviceanzeige für den eigenen Körper, erklärte der Apple-Chef auf einer Startup-Veranstaltung. Cook forderte außerdem, Programmieren als Pflichtfach in der Schule zu unterrichten.

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Apple-Chef Tim Cook.

(Bild: dpa, Christoph Dernbach)

Apple-Chef Tim Cook sieht einen großen Markt für Apps im Bereich Gesundheit sowie Entertainment. “Unterhaltungs-Apps werden die Zukunft des Fernsehens”, erklärte Cook am Dienstag zur Eröffnung des internationalen Startup Fest Europe in Amsterdam. Die Apple Watch solle sich weiter zu einem Gesundheits-Instrument entwickeln, um "immer mehr Funktionen des eigenen Körpers" zu kontrollieren, führte Cook zudem aus – dies sei der "heilige Gral" der Uhr. Wenn ein Auto einen Ölwechsel benötigt, weise es darauf hin, sagte Cook. “Was ist das Äquivalent für den menschlichen Körper?”

Cook äußerte sich auch zum Konflikt mit den US-amerikanischen Behörden über den Datenschutz und bekräftigte, dass Apple private Daten nicht preisgeben werde. “Wir glauben, dass die Privatsphäre ein fundamentales Menschenrecht ist." Die US-Behörden hatten Apple mit einem Gerichtsverfahren zur Beihilfe beim Entsperren eines iPhones zwingen wollen, die lehnte das Unternehmen ab. "Unsere Kunden verlassen sich auf uns, dass wir ihre Daten schützen", betonte Cook.

Im Gespräch mit der ehemaligen EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes forderte Cook außerdem, Programmieren als Pflichtfach in der Schule zu unterrichten, ab der "vierten oder fünften Klasse". Es sei schließlich so wichtig wie eine Zweitsprache, wenn nicht noch wichtiger.

Cook betonte nochmals, dass das Unternehmen nicht die nötige Expertise als Mobilfunknetzbetreiber hat, deshalb arbeite sein Unternehmen mit den verschiedenen bestehenden Netzbetreibern zusammen. Das Unternehmen wolle aber "manche Dinge" in diesem Bereich machen, etwa mit eSIMs. Regelmäßig wird darüber spekuliert, Apple wolle selbst zum Mobilfunkanbieter werden – das Unternehmen hat einen entsprechenden Bericht jüngst erst wieder klar dementiert. (lbe)