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Apple: Wir unterstützen 1,76 Millionen Arbeitsplätze in Europa

Apple sei ein Wachstumsmotor für die europäische Wirtschaft, betonte der Konzern, der in einem milliardenschweren Steuerstreit mit der EU steckt.

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iPhone-Nutzung

Die App-Store-Economy hat laut Apple in Europa über 1,5 Millionen Jobs geschaffen.

(Bild: dpa, Karl-Josef Hildenbrand)

Apple sieht sich für gut 1,7 Millionen Jobs in Europa verantwortlich. Man sei stolz darauf, ein "Wachstumsmotor für die Wirtschaft" zu sein, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Apple unterstütze durch App Store, Zulieferer und eigene Mitarbeiter insgesamt 1,76 Millionen Arbeitsplätze in europäischen Ländern.

1,57 Millionen Jobs davon seien durch das App-Store-Ökosystem entstanden, erklärt Apple unter Verweis auf eine im April veröffentlichte Forschungsarbeit zur "App Economy in Europe" – allein in Deutschland seien dadurch über 260.000 Arbeitsplätze geschaffen worden, es handele sich um die "zweitgrößte iOS App Economy" in Europa hinter Großbritannien.

Nach Apples Angabe haben europäische iOS-Entwickler seit der Eröffnung im Jahre 2008 nun über 20 Milliarden Euro im App Store umgesetzt. 92 Prozent des Umsatzes stamme aus dem Ausland, schreibt der iPhone-Hersteller. Deutsche Entwickler haben den Zahlen zufolge 1 Milliarde Euro erwirtschaftet.

Apples europäische Zulieferer stellen angeblich 170.000 Arbeitsplätze. Man habe 2017 über 10 Milliarden Euro bei mehr als 4300 Zulieferern und Hersteller in Europa ausgegeben, so die jüngsten Zahlen des Konzerns. Im vergangenen Jahr hatte CEO Tim Cook erklärt, Apple habe 4600 europäische Zulieferer und im Jahr 2016 rund 11 Milliarden Euro bei diesen ausgegeben.

Mit 767 Zulieferern besitze Deutschland "Europas höchste Dichte an Unternehmen, die entweder für die Lieferkette oder Apple direkt tätig sind". Der Konzern bezieht beispielsweise Glaselemente und Tische für die eigenen Ladengeschäfte von Firmen in Deutschland.

Für Apple selbst sind inzwischen 22.000 Mitarbeiter in 19 europäischen Ländern tätig, gut 2500 davon arbeiten in Deutschland. Ein Großteil davon dürfte auf Call-Center zum Kunden-Support sowie den Einzelhandel entfallen.

Die neuen Zahlen hat das Unternehmen auf einer eigenen Webseite zusammengestellt, man wolle die Aktivitäten in Europa weiter ausbauen. Der iPhone-Hersteller streitet seit mehreren Jahren mit der EU-Kommission um eine Steuernachzahlung in Milliardenhöhe: Wegen "unzulässiger staatlicher Beihilfen" soll der Konzern nach Ansicht der Kommission 13 Milliarden Euro an Irland nachzahlen – laut Apple sind der Kommission bei ihren Ermittlungen "schwerwiegende Fehler" unterlaufen. Auch das Land Irland hat gegen die Entscheidung Einspruch eingelegt, das Verfahren läuft. (lbe)