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Apple-Zahlen: Doch besser als erwartet

Das Zittern an der Wall Street war unbegründet: Apple hat das beste März-Quartal aller Zeiten hinter sich. Auch das iPhone X verkauft sich offenbar gut. Die Aktie legt nachbörslich zu.

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Apple-Chef Tim Cook

Apple-Boss Tim Cook.

(Bild: dpa, Matt Dunham)

Apple hat am Dienstagabend die Quartalszahlen für sein zweites Finanzquartal 2018, das von Januar bis März lief, kommuniziert – und sie fallen deutlich besser aus als von vielen Analysten erwartet. Laut Angaben des Konzerns erreichte das Unternehmen das beste März-Quartal aller Zeiten – mit "starkem Umsatzwachstum beim iPhone, bei den Services sowie den Wearables", wie CEO Tim Cook sagte. Das iPhone X habe sich "in jeder Woche" des Quartals häufiger verkauft als jedes andere Smartphone-Modell des Unternehmens – das war auch im Dezember-Quartal so. Apple sei "in allen geographischen Segmenten" gewachsen, in China (mit Hong Kong) und Japan über 20 Prozent.

Insgesamt erzielte Apple einen Umsatz von 61,6 Milliarden US-Dollar im Quartal, im 2. Quartal 2017 waren es nur 52,9 Milliarden. Der Gewinn lag bei 13,8 Milliarden (Vorjahr: 11 Milliarden). Pro Anteilsschein ist das ein Gewinn von 2,73 Dollar, im Vorjahresvergleich waren es 2,10 Dollar. Umsatz, Gewinn und Gewinn pro Aktie fielen laut Apple in einem zweiten Finanzquartal noch nie so hoch aus. Die wichtige Zahl der verkauften iPhones ging nach oben: Es waren dieses Mal 52,2 Millionen Stück (Vorjahresvergleich: 50,8 Millionen). Beim iPad ging es nur leicht nach oben – 9,1 Millionen Einheiten (2017: 8,9 Millionen). Die Mac-Verkäufe fielen hingegen niedriger aus: Von 4,19 Millionen Stück ging es auf nun 4,07 Millionen zurück. Grund dafür dürfte auch sein, dass es von Apple im Frühjahr keine neuen Modelle gab.

"Unser Geschäft lief im März-Quartal extrem gut, wir wuchsen beim Gewinn pro Aktie um 30 Prozent und generierten über 15 Milliarden Dollar an operativem Cash Flow", sagte Apple-Finanzchef Luca Maestri. Er kündigte an, dass der Konzern sein Aktienrückkauf- und Dividendenprogramm erweitern werde. Geplant ist nun, die Dividende um 16 Prozent anzuheben – am 17. Mai erhalten Aktionäre dann 73 US-Cent pro Anteilsschein. 100 Milliarden Dollar sollen außerdem in den Erwerb eigener Aktien fließen, was die Gesamtzahl freier Aktien reduziert und wiederum dem Kurs zugutekommen könnte.

Der Aktienkurs hatte sich im Laufe des Dienstags bereits wieder erholt und war um 2,32 Prozent gestiegen – nachbörslich ging es zwischenzeitlich um 3,5 Prozent und mehr nach oben. Für das kommende Finanzquartal kündigte Apple einen Umsatz zwischen 51,5 und 53,5 Milliarden Dollar an, die Marge soll bei 38 bis 38,5 Prozent liegen.

Weitere Details reicht Mac & i am Mittwoch nach. (bsc)