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Apple: Zulieferer halten sich besser an Arbeitszeitvorgaben

Im vergangenen Jahr hielten sich nach Angabe des iPhone-Konzerns 98 Prozent der Zulieferer an die maximale Wochenarbeitszeit von 60 Stunden. Bei den Kontrollen sei nur noch ein Arbeiter entdeckt worden, der jünger als 16 war.

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Apple-Zulieferer

(Bild: Apple)

Apples Zulieferer haben im Jahr 2016 Fortschritte bei der Einhaltung der Arbeitszeitvorgaben gemacht: 98 Prozent hätten die Richt-Arbeitswoche von maximal 60 Stunden eingehalten, wie der Konzern in dem jährlichen Bericht zur Lage bei den Zulieferern (Apple Supplier Responsibility – Progress Report 2017) mitteilte. Ein Jahr zuvor lag die Quote bei 97 Prozent, 2014 noch bei 92 Prozent.

Die Zahl der geprüften Zulieferer-Betriebe stieg binnen eines Jahres von 640 auf 705, betonte Apple – diese Farbriken beschäftigen 1,2 Millionen Arbeiter. Dabei sei ein Arbeiter in einem Werk in China entdeckt worden, der jünger als 16 war – und damit das Mindestalter noch nicht erreicht hatte. Der Fünfzehneinhalbjährige durfte nach Hause zurückkehren und wurde weiter bezahlt, schreibt Apple – er soll wieder ein Jobangebot bei dem Zulieferer bekommen, wenn er das Mindestalter erreicht hat.

Apple hat nun außerdem erstmals eine Liste aller Minen und Zulieferer veröffentlicht, von denen das Unternehmen Kobalt bezieht. Das Unternehmen hat jüngst den Ankauf von Kobalt aus kleinen Minen, in denen von Hand abgebaut wird, vorübergehend gestoppt. Die Minen sollen einzeln in Hinblick auf den Arbeitsschutz kontrolliert werden. Alle Erzhütten (unter anderem auch zur Förderung von Gold, Zinn, Tantalit und Wolfram) lassen nach Angabe des Unternehmens nun externe Prüfungen zu, Verstöße gegen die Vorgaben sollen korrigiert werden.

Zudem will Apple den CO2-Ausstoß weiter verringern und das Abwasser besser reinigen. Das Unternehmen hat vor längerem damit begonnen, auch Zulieferer anzuhalten, erneuerbare Energien zu verwenden: Erste Zulieferer in China und Japan haben derartige Projekte bereits umgesetzt.

Apple hat den ausführlichen Bericht über die Arbeitsbedingungen bei Zulieferern inzwischen zum elften Mal herausgegeben. Mit den regelmäßig durchgeführten Kontrollen reagierte der Konzern ursprünglich auf laute Kritik an den Arbeitsbedingungen bei der iPod-Produktion. (lbe)