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Apple aktualisiert MacBook-Modelle mit Broadwell-Chips

Bei seinem "Spring-Forward-Event" in San Francisco hat Apple auch überarbeitete Notebooks angekündigt. Zu den Neuerungen zählen schnellere Prozessoren und längere Akkulaufzeiten.

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Nicht nur ein neues MacBook (ganz ohne Pro oder Air) stellte Apple auf seinem "Spring-Forward"-Event vor, auch neue MacBook Pro und Macbook Air gibt es. Aktualisiert wurden die beiden MacBook-Air-Modelle und das MacBook Pro 13".

Optisch gleichen die 2015er-Air-Modelle den Vorgängern mit 11,6- und 13,3-Zoll-Display aufs Haar. Im Inneren verrichten nun Broadwell- statt Haswell-Chips die Arbeit. Die Intel-Core-i5-Prozessoren mit zwei Rechenkernen erreichen jetzt im Air einen Basistakt von 1,6 GHz. Bisher waren es 1,4 GHz. Im Turbo-Boost-Modus schaffen sie weiterhin 2,7 GHz. Optional gab es bislang einen Core i7 mit 1,7/3,3 GHz, der durch einen i7 mit 2,2/3,2 GHz abgelöst wird. Laut Apple sollen sich die Akku-Laufzeiten von 9 (11") und 12 (13") jeweils um eine Stunde verbessert haben. Neu ist der Thunderbolt-2-Port.

Für die Bildaufbereitung im MacBook Air war bisher die integrierte Intel HD Graphics 5000 zuständig, nun kommt die schnellere HD Graphics 6000 zum Einsatz. Die enthaltenen PCIe-SSDs sollen doppelt so schnell sein, die Kapazität blieb bei 128 oder 256 GByte, optional bis 512 GByte. Das 13-Zoll-Modell zeigt weiterhin 1440 × 900, das 11-Zoll-Display 1366 × 768 Pixel. Unverändert blieb auch die RAM-Ausstattung von mageren 4 GByte. Die Preise steigen um 100 bis 150 Euro. Das günstigste MacBook Air 11" kostet nun 1000 statt 900 Euro, das Modell mit höherer Kapazität 1250 statt 1000 Euro. Das MacBook Air 13" kostet nun 1100 oder 1350 Euro.

[Update 20:05 Uhr] Aufgefrischt wurde auch das MacBook Pro Retina 13". Es hat nun das gleiche "Force Touch Trackpad" wie das neue 12" MacBook mit taktilem Feedback. Als GPU kommt die Intel HD Graphics 6100 zum Einsatz. Die Akku-Laufzeit soll bis zu 12 Stunden betragen. Der Core i5 mit zwei Kernen hat mindestens 2,7 GHz Basistakt und 3,1 GHz im Turbo-Boost-Modus. Mit 8 GByte RAM und 128er SSD (mit angeblich doppelter Geschwindigkeit) kostet es 1450 Euro. Mit 2,7/3,1 GHz und 256er SSD1650 Euro. Für 2000 Euro erhält man 2,9/3,3 GHz und eine 512-GByte-SSD.

Broadwell-Prozessoren werden von Intel im 14-Nanometer-Prozess gefertigt, benötigen also eine geringere Fläche und verursachen bei gleicher Transistorenzahl weniger Leistungsverlust, sprich Abwärme, als Haswell-Chips mit 22 Nanometer Strukturbreite. Die CPU-Architektur wurde dabei im Wesentlichen vom Vorläufer Haswell übernommen und geschrumpft. Anders sieht es bei den verbesserten Grafikeinheiten aus, die den gewonnenen Platz zum Teil für sich beanspruchen. Die Zahl ihrer Rechenkerne (Shader) stieg im Schnitt um 20 Prozent. Broadwell-GPUs sind kompatibel zu OpenGL 4.3, OpenCL 2.0 und HDMI 1.4a. Für 4K-Monitore mit voller Auflösung und 60 Hertz Bildwiederholfrequenz ist der Anschluss über ein DisplayPort-Kabel am Thunderbolt-Port nötig, aber nun bleibt dieses Feature nicht mehr nur den Quad-Cores vorbehalten (jes)