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Apple angeblich an Sportwagen-Firma McLaren interessiert

Über den Aufkauf einer Autofirma durch Apple wird seit längerem spekuliert, einem neuen Bericht zufolge führt der iPhone-Konzern Unterredungen mit dem britischen Sportwagenbauer McLaren – auch eine Übernahme sei möglich. McLaren dementiert.

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Der McLaren 650S.

(Bild: Hersteller)

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Apple zeigt nach Informationen der Financial Times Interesse an dem britischen Sportwagen-Anbieter McLaren. Im Gespräch seien eine komplette Übernahme oder eine strategische Beteiligung, wie die Zeitung am Mittwoch unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen berichtet. Die Unterredungen hätten bereits vor einigen Monaten begonnen. Apple wollte den Bericht am Mittwoch nicht kommentieren, auch McLaren lehnte der Wirtschaftszeitung zufolge einen Kommentar ab.

McLaren baut straßentaugliche PS-starke Sportwagen, die mehrere hunderttausend Euro und bis zu einer Million Euro kosten können. Im vergangenen Jahr stellte McLaren etwas über 1600 Fahrzeuge her. Zugleich ist die Firma aber nicht zuletzt durch ihren Formel-1-Rennstall auch stark beim Einsatz innovativer Kunststoffmaterialien und der Autoelektronik. Insofern müssten aus dem Zusammenschluss nicht zwingend ein unbezahlbarer Supersportwagen hervorgehen.

Die Verluste schreibende Autofirma, zu der auch ein Formel-1-Team gehört, könne bis eineinhalb Milliarden Pfund (umgerechnet rund 1,74 Milliarden Euro) wert sein, hieß es. Bei dem genannten Preisniveau für McLaren wäre das der zweitgrößte Zukauf von Apple nach der Übernahme des Kopfhörer-Anbieters Beats Electronics samt angeschlossenem Musik-Streamingdienst für drei Milliarden Dollar. Der iPhone-Hersteller sitzt auf Geldreserven von 230 Milliarden Dollar.

Über Apples Pläne für das Autogeschäft wird schon seit Anfang 2015 spekuliert, während der Konzern selbst sich dazu bedeckt hält. Tesla-Chef Elon Musk bezeichnete das Apple-Car-Projekt als "offenes Geheimnis". Zuletzt hieß es in Medienberichten, der Fokus verlagere sich eher auf die Entwicklung von Software für autonome Fahrzeuge statt der ursprünglichen Pläne für den Bau eines eigenen Elektro-Autos. Das gebe Apple aber mehr Flexibilität, wenn der Konzern sich doch dafür entscheide, sich mit einem etablierten Autobauer zusammenzutun – oder einen zu kaufen, schrieb der Finanzdienst Bloomberg im Juli.

[Update 22.09.16 7:55 Uhr:] Mittlerweile hat McLaren zu dem Bericht Stellung genommen und abgestritten, dass es Verkaufsgespräche mit Apple gebe: "McLaren führt keine Gespräche mit Bezug auf irgendwelche mögliche Investitionen mit Apple", sagte ein Unternehmenssprecher. Von Apple liegt weiterhin keine Stellungnahme vor.

[Update 22.09.16 11:37 Uhr:] Die Financial Times bleibt bei ihrer Darstellung, schreibt der zuständige Reporter Tim Bradshaw. (Mit Material der dpa) / (lbe)