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Apple baut Riesen-Rechenzentrum in der US-Provinz

Im Mittleren Westen im Bundesstaat Iowa soll für 1,3 Milliarden US-Dollar ein neues iCoud-Datacenter entstehen, kündigte Apple-Boss Tim Cook an.

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Konzeptzeichnung der neuen Anlage in der Region Des Moines.

(Bild: Apple)

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Ob das eine der drei "großen, schönen Fabriken" ist, die Apple laut Donald Trump in den USA errichten, aber nicht offiziell bestätigen möchte? Klar ist schon mal die hohe Summe, die der iPhone-Hersteller in ein neues Rechenzentrum in der US-Provinz investieren will. Laut Mitteilung steckt Apple 1,3 Milliarden US-Dollar in einen neuen iCloud-Standort in Waukee, Iowa und die weitere Umgebung der Bundesstaatshauptstadt Des Moines. Von Waukee aus sollen unter anderem App-Store-, Siri-, Apple-Music-, iMessage- und andere Apple-Internet-Inhalte in Nordamerika verteilt werden.

Während des Baus der Anlage sollen über 550 Jobs im Baugewerbe sowie später im Bereich Operations des Rechenzentrums entstehen. Apple will außerdem 100 Millionen Dollar in einen "Public Improvement Fund" für den Ausbau der Infrastruktur in der Region und die Kommunalentwicklung stecken. Apple sei jetzt schon "verantwortlich für 2 Millionen Jobs in allen 50 US-Bundesstaaten", so Apple-Chef Tim Cook. Man sei stolz, dass die Investition in Iowa die mehr als 10.000 Jobs in dem Bundesstaat um weitere ergänzen werde. Der Konzern zählt allerdings auch App-Entwickler und Start-ups zu den von ihm mitverantworteten Stellungen – nicht nur Menschen, die bei Apple direkt arbeiten.

Apple teilte weiter mit, dass das neue iCloud-Datacenter in Waukee zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie betrieben werde – wie schon andere Rechenzentren des Konzerns ebenfalls. Dies gelte "von Tag 1". Man arbeite daher mit lokalen Energieanbietern und Projekten zusammen, etwa im Bereich Wind und werde hier auch investieren.

Für Apple lohnt sich die Investition im Mittleren Westen der USA auch steuertechnisch. Laut der Economic Development Authority von Iowa kann sich der Konzern über 208 Millionen Dollar an Ersparnissen bei den Abgaben auf lokaler und Bundesstaatenebene freuen. Die Anlage soll ab 2018 errichtet werden und 2020 online gehen. Das Rechenzentrum soll eine Fläche von knapp 37.000 Quadratmetern haben, Apple wird über 800 Hektar Land erwerben, um später weiter ausbauen zu können.

In Europa hatte der Konzern kürzlich einen zweiten iCloud-Standort in Dänemark angekündigt. Es liegt nicht weit von der deutschen Grenze entfernt. Knapp 800 MIllionen Euro (6 Milliarden Dänische Kronen) soll die Anlage kosten, die bis zum zweiten Quartal 2019 ans Netz gehen wird. (bsc)