Apple baut iPad-Mehrbenutzermodus aus – nicht für alle

Firmen können iPads nun für mehrere Nutzer einrichten, auch ein Gastzugang ist vorgesehen. Beim privaten Einsatz ist das weiterhin nicht möglich.

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Besonders Familien wünschen sich seit langem den iPad-Mehrbenutzermodus – können ihn aber nicht verwenden.

(Bild: dpa, Bernd von Jutrczenka)

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Apple hat den in iOS integrierten Mehrbenutzermodus deutlich erweitert: Mit iPadOS 13.4 können nun auch Unternehmen ihre iPads für mehrere Benutzer einrichten, sodass sich diese von verschiedenen Mitarbeitern mit ihrer jeweils eigenen Konfiguration einsetzen lassen. Nutzer erhalten nach dem Einloggen dabei jeweils Zugriff auf ihre Apps, Daten und Einstellungen. Diese Funktion stand bislang nur Bildungseinrichtungen zur Verfügung.

Die Funktion "geteiltes iPad" steht damit auch im Enterprise-Markt zur Verfügung, wird von Apples Geräteverwaltung "Apple Business Manager" unterstützt lässt sich über Tools für die mobile Geräteverwaltung (Mobile Device Management – MDM) konfigurieren, wie der MDM-Anbieter Jamf mitteilte. Zur Einrichtung sind ebenso wie im Bildungsbereich "verwaltete Apple-IDs" erforderlich, die nur Organisationen einrichten können.

Mit iPadOS 13.4 gibt es zudem einen neuen Gastzugang für Mehrbenutzer-iPads, über den man sich ohne Apple-ID anmelden kann. Diese "temporäre Session" endet der Nutzer mit dem Ausloggen, alle Nutzerdaten werden dabei gelöscht – ähnlich wie etwa beim Gastbenutzermodus von macOS. Das erspare ein komplettes Löschen des Gerätes, das dadurch schneller für den nächsten Nutzer zur Verfügung steht, merkt der MDM-Anbieter an.

Den iPad-Mehrbenutzermodus gibt es bereits seit rund drei Jahren. Viele Nutzer würden diesen im Heimgebrauch ebenfalls gerne einsetzen. Warum Apple ihn bislang nicht für alle freigegeben hat, bleibt offen. Ursprünglich dürfte Apple die geringe Speicherkapazität von Einstiegs-iPads als Problem gesehen haben, beim Nutzerwechsel kann es zu einer Löschung der App-Daten kommen. Apple setzt deshalb voraus, dass Apps für diesen Modus angepasst sind und etwa eine Cloud-Synchronisation anbieten, das dürfte inzwischen aber bei vielen Apps sowieso selbstverständlich sein. Zudem gibt es iPads inzwischen mit bis zu 1 TByte Speicherplatz.

Firmen erhalten außerdem die Möglichkeit, die in macOS 10.15 neu eingeführte Aktivierungssperre abzuschalten, schreibt Jamf. Administratoren können die Aktivierungssperre auf den verwalteten Macs zudem mit speziellen Codes wieder aufheben.

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(lbe)