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Apple beantwortet Fragen zum Umstieg auf iCloud

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Ab Herbst will Apple seinen neuen Synchronisationsdienst iCloud online bringen – und das zumindest zum Start recht ungeliebte MobileMe damit Schritt für Schritt ablösen. Bereits bekannt war, dass der Legacy-Dienst noch bis zum 30. Juni 2012 verfügbar bleibt. Bereits seit dem 6. Juni ist es aber nicht mehr möglich, E-Mail-Aliase zu erstellen, zu löschen, ihre Farbe oder Beschreibung zu verändern sowie den Aktivitätsstatus zu setzen.

Nun erläutert Apple in einer eigenen FAQ-Liste, was mit den bisherigen MobileMe-Diensten beim Umstieg auf iCloud geschehen wird. Demnach werden neben den neuen Synchronisationsmöglichkeiten für iTunes-Inhalte oder Apps die bekannten Angebote Mail, Kontakte, Kalender, Lesezeichen, "Find My iPhone" (zur Lokalisierung eigener Geräte) und "Back to My Mac" (Remote-Desktop-Dienst) beibehalten. Sterben werden bis Mitte nächsten Jahres allerdings die traditionsreiche Online-Festplatte iDisk, der Bilderdienst Gallery und der Hostingdienst iWeb Publishing.

Die Dienste werden teilweise durch iCloud-Pendants ersetzt, wobei sich die Funktionen deutlich unterscheiden dürften. So laufen Bilder künftig im Dienst Photo Stream ein (wobei hier unklar ist, ob es eine Web-Galerie geben wird), Dokumente, die bislang in der iDisk landeten, sollen von Apps über "Document in the Cloud" ablegbar sein. Insgesamt 5 Gigabyte an Speicherplatz soll der kostenlose iCloud-Dienst hierfür liefern, bei iTunes und im App Store gekaufte Inhalte (Bücher, Apps und Musik) werden dabei nicht eingerechnet.

Unschön: MobileMe-Dienste, mit denen man mehrere Macs untereinander abgleichen konnte, fallen in iCloud ebenfalls weg. Apple nennt hier die Synchronisation von Dashboard-Widgets sowie den Abgleich von Schlüsselbund, Dock-Einträgen und Systemeinstellungen. Dabei gilt zu beachten, dass eine Migration auf iCloud gleichbedeutend mit dem Ende der Nutzung dieser Dienste ist. Wer noch bis zum 30. Juni 2012 bei MobileMe verharrt, kann sie bis dahin weiterverwenden.

Details zum Ende von iWeb Publishing, MobileMe Gallery und MobileMe iDisk nennt Apple in eigenen Dokumenten – inklusive Anleitung zur Migration. Das Unternehmen deutet außerdem erneut an, dass es möglich sein wird, zusätzlichen Speicherplatz für das ansonsten kostenlose iCloud zu erwerben, Preise scheinen jedoch noch nicht festzustehen.

Ansonsten wird es möglich sein, aus individuellen MobileMe-Familienaccounts einzelne iCloud-Zugänge zu machen. Eine Zusammenfassung mehrerer Apple-IDs scheint jedoch nicht zu funktionieren – diesen Wunsch hatten einige Nutzer geäußert, weil iCloud stärker an einzelnen Accounts hängt und den automatischen (Neu-)Download von Musik und Büchern daranbindet. (bsc)