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Apple bei Amazon: Kleine Händler verlieren Gebrauchtgeschäft

iPhone, Mac & Co. werden beim E-Commerce-Riesen inzwischen direkt offeriert. Marketplace-Händler sind fast ausgeknockt.

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Amazon-Paket: Da ist häufiger auch Apple-Ware drin.

(Bild: dpa, Ina Fassbender)

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Nachdem Apple im letzten Jahr Amazon erstmals eine offizielle Verkaufslizenz für seine Produkte erteilt hat, gibt es nun auch Änderungen beim Geschäft mit Gebrauchtware. Diese sorgen dafür, dass freie Marketplace-Händler kaum mehr Refurbished-Geräte absetzen können, wie das IT-Blog The Verge in dieser Woche berichtete.

Apple hatte im November 2018 nach Jahren der Unklarheiten erstmals einen direkten Vertriebsdeal mit Amazon abgeschlossen. Dieser sorgt dafür, dass Amazon als Händler erstmals iPhone, Mac sowie diverses Zubehör ohne Umwege anbieten kann – bisher kamen die nur von kleineren Marketplace-Anbietern. Letztere flogen im Gegenzug aus dem Inventar des E-Commerce-Giganten. Wie nun bekannt wurde, betrifft die Übereinkunft aber auch Gebrauchtgeräte – und damit einen Markt, den bislang noch die "Kleinen" dominiert hatten.

In den USA – wie es in Deutschland aussieht, blieb zunächst unklar – müssen Anbieter, die in Stand gesetzte Apple-Ware, sei es nun ein Mac, ein iPhone, ein iPad oder Zubehör, zwei Kriterien einhalten, die ihnen die Teilnahme am Amazon-Marketplace nahezu unmöglich machen, wenn sie nicht eine bestimmte Größe erreicht haben. So ist zwingend notwendig, dass alle 90 Tage mindestens für 2,5 Millionen US-Dollar Refurbished-Ware eingekauft wird – und zwar entweder von Apple direkt oder von großen Verkäufern wie Supermärkten (Target, Walmart) oder Mobilfunkanbietern, die mindestens einen Jahresumsatz von 5 Milliarden Dollar haben. Zweitens – und das dürfte noch schwieriger sein – müssen Händler von Apple eine "Authorized Reseller"-Zulassung bekommen. Ob die auch an reine Online-Anbieter auf Amazon verteilt wird, steht noch aus.

Die Änderung, die seit Januar zu gelten scheint, sorgt dafür, dass das Angebot an Apple-Refurbished-Ware sowie Hardware, die von Apple selbst nicht mehr vertrieben wird, auf Amazon geschrumpft ist – zudem stiegen die Preise. Ein Gebrauchtwaren-Händler gab an, Nutzer sähen nun Low-End-MacBooks älteren Datums, die statt 200 Dollar plötzlich 700 kosteten.

Andere Händler, die im Jahr nur Umsätze um eine Million Dollar haben, sind ganz vom Amazon Marketplace verschwunden und setzen nun auf einen Vertrieb über andere Plattformen wie Etsy oder eBay. Dort sind jedoch deutlich weniger Nutzer zu erreichen.

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(bsc)