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Apple erhält Patent auf iPhone-Gehäuse aus Glas

Von der gläsernen Rückseite des iPhones ist Apple längst wieder abgerückt. Ein Patent zeigt aber, dass Design-Chef Jony Ive über weitreichende Einsatzmöglichkeiten des Materials nachdenkt – bis hin zum kompletten Gehäuse.

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Apple zieht Glas als Material für das komplette iPhone-Gehäuse in Betracht. Dies geht aus einem am Dienstag erteilten Patent hervor, das unter anderem Design-Chef Jonathan Ive als Erfinder aufführt. Die US-Patentschrift mit der Nummer 8773848 beschreibt verschiedene Produktionstechniken, um Ränder sowie Öffnungen bei Glas-Elementen zu verstärken, um diese als Gehäuseteil für Mobilgeräte zu verwenden.

Skizze aus Apples Glas-Gehäuse-Patent

Die eingesetzten Glasschichten müssen stabil genug sein, dürfen zugleich jedoch nicht zu dick werden, schreibt Apple, da sich dies negativ auf Größe und Gewicht des Gerätes auswirkt – entsprechend bedürfe es besserer Glasstrukturen für Mobilgeräte. Das Patent widmet sich dabei der Gehäuse-Integration von Glas als Display-Abdeckung, wie es seit der ersten iPhone-Generation der Fall ist, sowie der Verwendung von Glas als Material für Vorder- und Rückseite. Diese Technik verwendete der Konzern zuletzt für iPhone 4 und iPhone 4s.

Das Konzept reicht allerdings darüber hinaus: Man könne auch mehrere Glaselemente verschmelzen, um eine "fünfseitige Box" zu formen, in der elektronische Komponenten Platz finden, betont der iPhone-Hersteller – blickdichtes oder eingefärbtes Glas verhindere gezielt den Blick ins Innere. Apple hatte den Antrag zum Patentschutz Anfang 2012 gestellt.

Berichten zufolge spielt Glas auch beim kommenden "iPhone 6" eine wichtige Rolle, allerdings weiterhin nur als Display-Abdeckung – hier könnte Apple erstmals auf kratzfestes Saphirglas setzen. Ob dies allerdings auch gängige Sturzschäden bei iPhone-Displays künftig mindert, bleibt noch unbeantwortet. (lbe)