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Apple erläutert autonome Fahrsicherheit

In Kalifornien sind diverse Probewagen des Konzerns auf der Straße. In einem Dokument verrät Apple nun Details.

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Apple-Logo in einem Autospiegel

Apple-Logo spiegelt sich in einem Fahrzeug.

(Bild: dpa, John G. Mabanglo/EPA/dpa)

Apple hat in den USA mittlerweile über 60 Fahrzeuge mit eigener Software auf der Straße. Die mit "carOS" laufenden Autos sollen für den Konzern Technik aus dem Bereich des autonomen Fahrens auf ihre Praxistauglichkeit testen – auch wenn sie sich hier und da noch abschaltet. In einem öffentlich zugänglichen Dokument nennt der iPhone-Hersteller nun Details zu den ergriffenen Sicherheitsmaßnahmen. Es wurde auf der Website der US-Bundesbehörde für Straßen- und Fahrzeugsicherheit, der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA), publiziert.

Das Papier ist nur sieben Seiten lang und beschreibt in Grundzügen, was mit dem Projekt bezweckt wird. Apple hoffe, mit einer "schonungslosen" Verfolgung neuer Arten von Innovation und Design "die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Kunden" dramatisch zu verbessern. Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen dienten dazu, Produkte und Dienste "smarter, intuitiver und personalisierter" zu gestalten. Hier investiere man kräftig und sei "begeistert über das Potenzial automatisierter Systeme in vielen Bereichen". Dazu gehöre auch der Verkehrssektor. Automatisierte Fahrsysteme (Automated Driving Systems, ADS) versprechen laut Apple, die Sicherheit auf den Straßen ebenso zu erhöhen wie die allgemeine Mobilität. Zudem habe die Technik breitere gesellschaftliche Vorteile.

Apple wende seine bekannten Werte zur sicheren Entwicklung und für das Design von ADS an. "Rigorose Sicherheitsprinzipien" im Design und bei der Produktion seien zwingend. Detailangaben, wie Apples ADS funktioniert, macht der Konzern in dem Dokument nicht – er benennt nur typische Sensorkombinationen wie LIDAR, Radar und Kameras. Die Sicherheitsfahrer, die in jedem der "carOS"-Autos mitfahren, würden genau überprüft und dürften in den letzten zehn Jahren keine ernsthaften Unfälle, Verurteilungen wegen Alkohol am Steuer oder einen Führerscheinentzug gehabt haben. Außerdem seien Drogenscreenings und Background-Checks notwendig, bevor das Trainingsprogramm beginne.

Zuletzt hatte Apple die Zählweise der sogenannten Disengagements geändert, bei denen die Sicherheitsfahrer vom Rechner übernehmen müssen. Die eigenen Zahlen zum Eingreifen des Testfahrers würden allerdings "zu viel einschließen", betonte Apple gegenüber der zuständigen Behörde in einer Eingabe, deshalb habe das Unternehmen im Juli 2018 die Zählweise geändert und erfasse nun nur noch "wichtige Disengagements", die im Zusammenhang mit Sicherheit und Verkehrsregelverletzungen stehen.

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(bsc)