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Apple erwirbt in einem halben Jahr zwei Dutzend Firmen

Der iPhone-Konzern übernimmt laut Management-Angaben alle zwei bis drei Wochen ein anderes Unternehmen. Dabei geht es um geistiges Eigentum – und Talente.

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Geld hat Apple in seiner Kriegskasse genug.

(Bild: dpa, Mark Lennihan/AP)

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Man hört wenig davon, wenn Apple kleinere Firmen übernimmt. Dabei scheint sich diese Aufkauftätigkeit in letzter Zeit wieder beschleunigt zu haben: Auf gut zwei Dutzend Akquisitionen allein in den letzten sechs Monaten. Das teilte Unternehmenschef Tim Cook in einem Interview mit dem US-Börsensender CNBC mit. 20 bis 25 Firmen seien dies zuletzt in einem halben Jahr gewesen.

Apple kauft demnach im Durchschnitt alle zwei bis drei Wochen ein neues Unternehmen. Dabei gehe es vor allem um "geistiges Eigentum" und "Talente", so Cook, die Apple dann in eigene Angebote einbaut beziehungsweise an eigenen Angeboten mitarbeiten lässt. Der Konzern hat auf diese Weise in den vergangenen Jahren schon oft wichtige Produkte ins eigene Haus bekommen – so stammen etwa die Sprachassistentin Siri oder die Medienverwaltungssoftware iTunes ursprünglich von durch Apple erworbenen Firmen, auch wenn dies längst in Vergessenheit geraten ist.

Die Übernahmen werden von Apple nur selten kommuniziert oder angekündigt, da sie meistens für die Verhältnisse des Konzerns eher klein sind, es geht dann um niedrige ein- oder zweistellige Millionenbeträge. Geld dafür hat Apple mehr als genug. Im zweiten Fiskalquartal gab Apple an, einen Bargeldbestand von 225,4 Milliarden US-Dollar zu besitzen, auch wenn das Unternehmen aggressive Aktienrückkäufe durchführt.

Diese zu tätigen, hatte Cook unter anderem der Milliardär Warren Buffett empfohlen. Er habe ihm gesagt, wenn Cook glaube, dass die Apple-Aktie unterbewertet sei, müsse er eben die eigenen Aktien zurückkaufen. Auch gegenüber Cooks Vorgänger Steve Jobs soll sich Buffett so geäußert haben, auch wenn Jobs diesem Rat dann nicht folgte. Tatsächlich senkte Apple seine "Shares Outstanding", also die umlaufenden Aktien, zwischen 2012 und 2019 um fast 30 Prozent. "Wenn wir Geld übrig haben, schauen wir, was wir damit tun können", so Cook. "Wir kaufen alles, was wir brauchen und was passt und einen strategischen Sinn hat." (bsc)