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Apple führt iPhone 5 jetzt als obsolet

Apple hat den Hardware-Support für das iPhone-Spitzenmodell des Jahres 2012 eingestellt – offenbar soll es aber doch noch repariert werden.

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iPhone 5

Erstmals mit größerem Display und LTE-Unterstützung – Apples iPhone 5.

(Bild: dpa, Franziska Koark)

Das iPhone 5 ist zum Oktoberende auf Apples Liste der “abgekündigten” Produkte gelandet. Damit endet gewöhnlich die Hardware-Unterstützung der populären Produktreihe durch den Hersteller: Besitzer des im Herbst 2012 neu eingeführten iPhone-Modells müssen für Reparaturen theoretisch auf Drittanbieter zurückgreifen, auch der Vertrieb von Originalersatzteilen durch den Hersteller findet damit eigentlich ein Ende – autorisierte Reparaturbetriebe können diese nicht länger bestellen, wie Apple in einem Support-Dokument erklärt.

Besitzer der von Apple als obsolet eingestuften Produkte müssen im Problemfall selbst zum Werkzeug greifen oder freie Service-Dienstleister kontaktieren, die möglicherweise benötigten Komponenten müssen aus anderen Quellen bezogen werden. Apples Hardware-Support deckt in den meisten Ländern – darunter auch Deutschland – einen Zeitraum von fünf Jahren nach Produktionsende ab, anschließend landen die Modellreihen automatisch in der Liste der abgekündigten Produkte. Bislang wird das iPhone 5 nur in einem englischen Support-Dokument über Apples "Vintage and obsolete products" mit genannt, die deutsche Fassung wurde noch nicht aktualisiert.

Apple Store in San Francisco: Apple droht wegen seiner Garantiepolitik jetzt auch Ärger mit der EU-Kommission.

(Bild: dpa, Susanna Bates/Archiv)

Software-seitig hat Apple die Unterstützung des iPhone 5 schon 2017 eingestellt, das große Update auf iOS 11 kann das noch mit einem 32-Bit-Prozessor (A6) ausgerüstete Smartphone nicht mehr einspielen. Das iPhone 5 war das erste iPhone mit größerem 4-Zoll-Display, Lightning-Anschluss sowie LTE-Unterstützung.

Für 2012er Macs, die inzwischen ebenfalls unter diesen Obsolet-Status fallen würden, hat Apple Berichten zufolge jüngst eine Pilotprogramm gestartet, dass eine verlängerte Abdeckung mit Reparaturdienstleistungen und Originalersatzteilen sicherstellen soll. Darunter fällt das 2012 MacBook Pro sowie das 2012er MacBook Air. Im Unterschied zum iPhone 5 werden diese allerdings auch noch durch Software-Updates unterstützt, auf beiden genannten Macs läuft auch noch macOS 10.14 Mojave.

Dieses "Repair Vintage Apple Products"-Pilotprogramm will der Hersteller nun angeblich ausweiten: Es soll auch das iPhone 5 einschließen sowie verschiedene Mac-Modelle, die demnächst auf Apples Liste der abgekündigten Produkte landen, wie 9to5Mac berichtet – dies gelte zumindest, solange noch Ersatzteile verfügbar seien. Von Apple liegt bislang keine offizielle Ankündigung eines erweiterten Reparaturprogrammes vor. (lbe)