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Mac & i

Apple gibt Lion frei

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Als Apple im Oktober 2010 erstmals einen Blick auf sein nächstes Betriebssystem erlaubte, kündigte der Computerkonzern eine Kombination aus Mac OS X und "vielem, was wir aus iOS gelernt haben" an. Die soeben freigegebene Finalversion löst dieses Versprechen unter anderem mit mehr Gestensteuerung, iOS-ähnlichen Homescreens (Launchpad) und einem Vollbild-Modus für Programme ein. "Lion bringt viele der besten Ideen vom iPad zurück auf den Mac", erklärte Firmenchef Steve Jobs dazu.

Mac OS X 10.7, dem Apple den Codenamen Lion verpasste, wird als erste Version des Betriebssystems nur über den Mac App Store vertrieben. Die knapp 24 Euro teure Software lässt sich also nur auf Rechnern installieren, auf denen eine Snow-Leopard-Version läuft, die den Online-Laden bereits unterstützt; zudem ist eine Apple ID zwingend.

Parallel zur Client-Version wird auch die Server-Variante von Lion über den Mac App Store vertrieben: Sie kostet 39,99 Euro und setzt eine Lion-Installation voraus. Lion und Lion Server laufen auf Intel-basierten Macs mit Core-2-Duo-, i3-, i5-, i7- oder Xeon-Prozessor. 2 GByte RAM sind Mindestvoraussetzung. Core-Duo-Macs werden nicht unterstützt. Der Download ist rund 4 GByte groß.

[Update:] Laut Apple können Nutzer, die über keine Breitbandverbindung verfügen, Lion auch in einem Apple Retail Store downloaden oder ab August als "USB-Drive" (vermutlich ein Stick, Anm. d. Red.) über den Apple Store für 59 Euro erwerben.

"Das Mac OS X Lion Up-To-Date Upgrade wird kostenlos für alle Kunden über den Mac App Store verfügbar sein, die einen neuen Mac bei Apple oder einem autorisierten Apple Reseller am oder nach dem 6. Juni 2011 gekauft haben", schreibt Apple in der Pressemitteilung. "Die Nutzer müssen das Up-To-Date-Upgrade binnen 30 Tagen nach Kauf des Mac Computers beantragen." Kunden, die einen entsprechenden Mac zwischen dem 6. Juni 2011 und dem 20. Juli 2011 gekauft haben, könnten es bis zum 19. August 2011 beantragen. [/Update]

Zu den wichtigsten weiteren Neuerungen in Lion zählen die Verschlüsselung der gesamten Festplatte, systemweite Funktionen zum automatischen Speichern und Versionieren von Dateien sowie Mission Control, das die Steuertechniken Exposé (Überblick über alle Fenster) und Spaces (virtuelle Desktops) vereint. Airdrop vereinfacht den Austausch von Dateien mit anderen Anwendern im gleichen Netzwerk.

[Update:] Es fehlen aber auch Funktionen, die es im Vorgänger noch gab: die Media-Center-Oberfläche Front Row (vgl. "Spaß in der ersten Reihe " bei Mac & i) und die PowerPC-Emulationsumgebung Rosetta. Beide lassen sich nach derzeitigem Kenntnisstand nicht nachinstallieren. Wer Software verwendet, von der es noch keine Intel-Fassung gibt, etwa ältere Spiele, sollte eine Snow-Leopard-Installation aufheben, zum Beispiel auf einem anderen Volume. [/Update]

[2. Update:] Front Row lässt sich mit einem Trick wiederbeleben: Dazu muss die Snow-Leopard-Version in Lion kopiert werden. Ganz reibungslos funktioniert das allerdings nicht – es gibt Probleme mit iTunes-Inhalten. [/Update]

Eine Übersicht über die neuen Funktionen in Mac OS X 10.7 bringt c't:

Mac & i hat außerdem eine Bilderstrecke aufbereitet:

Außerdem liefern wir eine FAQ mit weiteren Hintergründen:

Intensiv beschäftigt sich außerdem das aktuelle Heft 2 von Mac & i mit dem neuen Betriebssystem. Sie können es am Kiosk sowie versandkostenfrei im heise-shop beziehen, obendrein liegt es als iPad-Ausgabe vor.

Siehe dazu auch:

(bsc)