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Apple gibt angeblich USB-C-Port für Zubehörhersteller frei

Accessoire-Hersteller, die an Apples Lizenzprogramm Made for iPhone teilnehmen, dürfen nun offenbar die kompakte USB-C-Schnittstelle integrieren – mit Einschränkungen. Auch Lightning-auf-Klinkenstecker-Kabel sind inzwischen zulässig.

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"Made for iPhone"-Zubehör muss von Apple abgesegnet werden.

(Bild: dpa, Angelo Carconi)

Apple hat das hauseigene Lizenzprogramm “Made for iPhone” (MFi) um neue Spezifikationen ergänzt: Diese ermöglichen Zubehörherstellern erstmals, Produkte mit MFi-Zertifizierung auf den Markt zu bringen, die einen USB-C-Port enthalten. Dies berichtet 9to5Mac unter Verweis auf Dokumente, die nur für Mitglieder des Lizenzprogramms einzusehen sind. Als Beispiele für mögliche Produktkategorien mit USB-C-Anschluss verweise Apple auf Akkupacks und Lautsprecher.

Dem Bericht zufolge ist den Drittherstellern aber untersagt, über den USB-C-Port auch Passthrough-Charging – die Stromversorgung angeschlossener externer Geräte bei gleichzeitigem Aufladen des etwa in einer Powerbank integrierten Akkus – zu unterstützen. Eine Synchronisation von iOS-Geräten sei über einen in Zubehör integrierten USB-C-Anschluss zudem nicht vorgesehen, heißt es.

USB-C-auf-Lightning-Ladekabel werden von Apple allerdings nach wie vor nicht im Rahmen des Made-for-iPhone-Programmes zertifiziert. Nutzer, die ein vom Hersteller abgesegnetes Kabel wünschen, müssen deshalb weiterhin auf Apples teures Kabel zurückgreifen. Dieses Kabel ist zum Beispiel vonnöten um die neue Schnellladefunktion von iPhone X und iPhone 8 nutzen zu können.

Apple vergibt inzwischen angeblich auch eine Zertifizierung für Adapter-Kabel von Lightning auf 3,5mm-Klinkenstecker, die es beispielsweise ermöglichen, ein iPhone direkt an einen Aux-Eingang zu stecken ohne zusätzliche Adapter-Umwege wählen zu müssen. Apple selbst bietet seit der Einführung des iPhone 7 nur ein Lightning-auf-Kopfhörerbuchse-Kabel an, das dem Smartphone auch beiliegt, um Kopfhörer mit Klinkenstecker weiter anschließen zu können.

Zubehör, welches das “Made for iPhone/iPad/iPod”-Logo tragen will, muss sich an Apples Vorgaben und Spezifikationen halten – für die Integration bestimmter Schnittstellen und das Zertifizierungsverfahren leisten Hersteller zudem Abgaben an Apple. (lbe)