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Mac & i

Apple gibt erstes Update für iOS 6 frei

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Für das iPhone 4S beträgt die Downloadgröße knapp 50 MByte

Apple hat das erste Update für iOS 6 zum Download freigegeben. iOS 6.0.1 beseitigt nach Angaben des Unternehmens mehrere Probleme, darunter einen Darstellungsfehler, der horizontale Linien über der Bildschirmtastatur einblendete, etwa bei der Eingabe des App-Store-Passwortes. Zudem soll der Kamerablitz nun zuverlässig auslösen, "gelegentliche Probleme" bei der Verwendung des Mobilfunknetzes sollen behoben sein. Ebenso verspricht Apple eine korrekte Unterstützung von Exchange-Meetings – das Ablehnen einer Termineinladung durch eine Einzelperson konnte bisher dazu führen, dass der Termin für sämtliche Teilnehmer gestrichen wurde.

Das Update beseitigt außerdem einen Fehler der Code-Sperre im Zusammenspiel mit Passbook und der Mobilfunk-Daten-Schalter für iTunes Match funktioniert jetzt angeblich "wie erwartet" – ob damit das Problem des unerwartet erhöhten Datenverbrauchs durch iTunes Match behoben wurde, konnte Mac & i noch nicht abschließend testen. Wir reichen die Information aber sobald wie möglich nach.

iPhone 5 und der iPod touch der fünften Generation sollen durch das Update besser mit WPA2-verschlüsselten WLAN-Netzwerken umgehen können. Möglicherweise beseitigt die Aktualisierung zudem Sicherheitslücken, dazu lagen zum Redaktionsschluss dieser Meldung aber noch keine Informationen vor.

iOS 6.0.1 (Build 10A523) ist für alle iPhone-, iPad- und iPod-touch-Modelle erhältlich, die Version 6 des mobilen Betriebssystems unterstützen. Nutzer können das Update entweder über iTunes herunterladen oder direkt auf dem Gerät beziehen (Einstellungen/Allgemein/Softwareaktualisierung). Die Downloadgröße schwankt je nach Modell: beim iPhone 5 beträgt sie knapp 70 MByte, für das iPhone 4S sind es etwas unter 50 MByte.

Für das iPhone 5 stellt Apple einen speziellen Updater bereit, der zum Bezug von iOS 6.0.1 genutzt werden muss

iPhone-5-Nutzer, die das Update direkt auf dem Gerät beziehen wollen, müssen zuvor einen speziellen knapp 70 MByte großen Updater über die integrierte Softwareaktualisierung beziehen. Dieser behebt einen Fehler, der das drahtlose Beziehen von Updates auf dieser Gerätegeneration zunächst unmöglich machte. Nach dem Öffnen des speziellen Updaters lässt sich iOS 6.0.1 direkt auf dem Gerät installieren – das Systemupdate entfernt die Updater-App anschließend wieder.

[Update 2.11.2012 10:55 Uhr] iOS 6.0.1 schließt laut Apple – ebenso wie Safari 6.0.2 – zwei WebKit-Schwachstellen, die das Ausführen von Schadcode durch das Öffnen einer manipulierten Webseite ermöglichten. Das Aufrufen von Passbook-Pässen ohne Eingabe der Code-Sperre soll nun nicht mehr möglich sein. Das Update beseitigt nach Angabe des Unternehmens zudem einen Schwachpunkt des Kernels, der einer manipulierten App beim Umgehen der Adressverwürfelung (ASLR) helfen konnte. (lbe)