Apple gibt iOS 6 frei

iPhone-, iPad- und iPod-touch-Nutzer können ab sofort die neue Version von Apples Mobilsystem kostenlos beziehen – erstmals ist ein großes iOS-Update auch direkt auf dem Gerät erhältlich.

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Von
  • Leo Becker

Apple hat am Mittwochabend die finale Version seines mobilen Betriebssystems iOS 6 freigegeben. Es verspricht insgesamt mehr als 200 Neuerungen, darunter eine neue Karten-App, ein deutlich erweitertes Siri, Passbook zum Sammeln und Einlösen von Bordkarten und Tickets sowie zahlreiche Detailverbesserungen.

Während iOS 6 auf dem vergangene Woche angekündigten iPhone 5 und dem neuen iPod touch bereits vorinstalliert ist, können es die Besitzer von iPhone 3GS, 4 oder 4S, dem iPad 2 oder 3 oder dem iPod touch der vierten Generation kostenlos nachrüsten. Die Installation gelingt wahlweise per USB-Kabel und iTunes 10.7 für Windows respektive Mac OS X oder über WLAN ("Einstellungen/Allgemein/Softwareaktualisierung"). In diesem Fall sollte man das Gerät sicherheitshalber mit dem Netzteil verbinden.

Unbedingt anzuraten ist außerdem ein frisches Backup von allen Programmen, Daten und Einstellungen, entweder über iTunes (auf "Synchronisieren" klicken) oder die iCloud ("Einstellungen/iCloud/Backup").

Einige der neuen Funktionen bleiben jüngeren Geräten vorbehalten. Die Turn-by-Turn-Navigation und die 3D-Flyover-Funktion der neuen Karten-App erfordern mindestens ein iPhone 4S, ein iPad 2 oder einen iPod touch der fünften Generation. FaceTime-Telefonate über eine Mobilfunkverbindung setzen ein iPhone 4S oder ein iPad 3 voraus, die Panorama-Funktion der Fotos-App mindestens ein iPhone 4S oder einen iPod touch der fünften Generation. Die Sprachassistentin Siri arbeitet seit iOS 6 auch auf dem iPad der dritten Generation.

Google Maps und die YouTube-App verschwinden mit iOS 6 vom Gerät. Wer statt Apples neuem weiterhin das gewohnte Kartenmaterial verwenden möchte, kann im Browser maps.google.de aufrufen. Funktionsumfang und Komfort sind dann aber eingeschränkt – Street View fehlt dort beispielsweise. Auch YouTube funktioniert im Browser, und zwar via m.youtube.de. Eine Nachfolge-App bietet Google zwar bereits an, die ist aber im deutschen App Store noch nicht erhältlich. Ob und wann es eine Google-Maps-App für iOS geben wird, bleibt unklar.

Mac & i stellt iOS 6 detailliert in Heft 7 vor, das im Zeitschriftenhandel, im Heise-Shop sowie auf dem iPad erhältlich ist. (lbe)