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Apple investiert angeblich Hunderte Millionen US-Dollar in Spiele

Im Rahmen des Abodienstes "Arcade" sollen über 100 Spiele zur Verfügung gestellt werden – und Apple bezahlt die Entwickler dafür kräftig.

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Apple Arcade läuft auf Apple TV, Mac und unter iOS.

(Bild: Apple)

Für den neuen Spieleservice Apple Arcade holt der iPhone-Produzent offenbar die ganz großen Scheine heraus. Das geht aus einem Bericht der Financial Times hervor, die mit Beteiligten an dem Projekt sprechen konnte.

Laut deren Angaben plant der Konzern, "Hunderte von Millionen US-Dollar" zu investieren, um sich neue Videospiele für den Abodienst zu sichern. Pro Titel sind Budgets in Höhe von mehreren Millionen Dollar geplant, wobei aktuell mindestens 100 Titel in der Pipeline sein sollen. Einige Beobachter schätzen die Summe gar auf eine halbe Milliarde Dollar.

Apple Arcade bündelt Games für iPhone, iPad, Apple TV und Mac zu einem Abopreis. Dabei soll es sich um Exklusivtitel handelt, die auch von großen Namen der Spielebranche stammen. Laut Apple werden unter anderem Annapurna Interactive, Bossa Studios, Cartoon Network, Finji, Giant Squid, Klei Entertainment, Konami, LEGO, Mistwalker Corporation, SEGA, Snowman, ustwo Games "und viele andere" die Titel liefern.

Dabei sorgt der iPhone-Hersteller offenbar für die Vorfinanzierung. Wer Apple Arcade abonniert hat, kann die Games allesamt zocken; Werbung oder nervige In-App-Verkäufe soll es nicht geben. Was der Dienst kostet, will Apple allerdings erst später verraten, als möglicher Starttermin ist Herbst ins Auge gefasst.

Apple gibt auch in anderen Inhaltebereichen viel Geld aus. So soll für den Fernseh- und Filmdienst TV+ ein Budget von insgesamt über einer Milliarde Dollar bereit – womöglich sogar mehr. Genauso wie bei Apple Arcade hat Apple bislang keine Abopreise kommuniziert. Auch ist der tatsächliche Umfang des Angebots noch unbekannt; es wurde bislang nur ein Teil der geplanten Shows präsentiert.

Laut Financial Times bietet Apple Spieleproduzenten "Extraanreize", wenn sie sich entscheiden, ihre Games zunächst nur über Arcade verfügbar zu machen und nicht in Googles Play Store oder Aboangeboten wie Xbox Game Pass. Allerdings soll es ihnen möglich sein, Titel nach einigen Monaten auch auf anderen Plattformen wie PC, Nintendo Switch oder Sony Playstation zu offerieren. (bsc)