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Apple kauft angeblich Cloud-Dienste bei Google

Apple soll bei Google Cloud-Leistungen um etwa eine halbe Milliarde US-Dollar bestellt haben. Das könnte die Abhängigkeit von Amazons AWS reduzieren und die Einkaufspreise drücken.

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(Bild: dpa, Armin Weigel/Symbolbild)

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Apple hat mit Google einen Vertrag über Cloud-Computing-Leistungen im Wert von 400 Millionen bis 600 Millionen US-Dollar geschlossen, berichtet das Magazin CRN unter Berufung auf informierte Kreise. Schon bisher hat Apple für seine iCloud auf Dienste wie Amazons S3 und Microsofts Azure zurückgegriffen.

Apple-Chef Tim Cook will gegen die Schwächephase investieren.

(Bild: dpa, Tobias Hase)

Aufträge auf mehrere Anbieter zu verteilen verringert die jeweilige Abhängigkeit. Und das wiederum ermöglicht es, aggressiver zu verhandeln, wenn um Parameter wie Preis und Service Level gefeilscht wird. Um das zu erreichen, geht das Unternehmen aber noch einen Schritt weiter: Apple baut drei neue, eigene Rechenzentren.

Das hatte der Konzern Anfang Februar im Umfeld seines Quartalsberichtes angekündigt. Noch dieses Jahr soll in Arizona eine Kommandozentrale entstehen, von der aus bestehende Serverfarmen in den USA geleitet werden sollen. Ein Analyst von Morgan Stanley schätzte Apples Ausgaben für Amazons Rechen- und Speicherdienste Anfang Februar auf mehr als eine Milliarde US-Dollar jährlich.

Das Doppelte will Apple in den nächsten fünf bis zehn Jahren alleine in die neue Kommandozentrale im Phoenix-Tal in Arizona investieren. Der Standort war einst eine Fabrik für Solarpanele. Apple erwarb die Liegenschaft und vermiete sie an GT Advanced Technologies. Diese Firma stellte Saphir für Apple-Produkte her, ging aber pleite.

Für nächstes Jahr plant Apple neue Datenzentren in Irland und Dänemark. Sie sollen Teile der iCloud sowie von iTunes und dem Apple App Store betreiben. Auch iMessage, Apple Maps und Siri werden wohl dort laufen. Das Investitionsvolumen an den beiden europäischen Standorten beträgt insgesamt 1,7 Milliarden Euro; in welchem Zeitraum dieser Betrag ausgegeben werden soll, verriet Apple in der Ankündigung nicht. (ds)