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Apple kauft interessenbasierte Suchmaschine

Die von ehemaligen Google-Mitarbeitern gegründete Firma Laserlike arbeitete an einer Such-App, die Nutzer auf dem Laufenden halten sollte.

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Laserlike-App

Die Such-App Laserlike gehört nun Apple.

(Bild: Laserlike)

Apple hat Suchmaschinen-Technik zugekauft: Die von drei vormaligen Google-Entwicklern gegründete Unternehmen Laserlike gehört inzwischen dem iPhone-Konzern. Ein Apple-Sprecher bestätigte die Übernahme gegenüber The Informationen mit dem Standardsatz, man kaufe "von Zeit zu Zeit" kleinere IT-Firmen, äußere sich aber nicht zu weiteren Plänen. Finanzielle Details des Aufkaufs wurden nicht bekannt. Laserlike hatte in seinem vierjährigen Bestehen knapp 25 Millionen US-Dollar Risikokapital eingesammelt, hießt es.

Laserlike bot unter gleichem Namen eine App-basierte Suchmaschine für iOS und Android an, die Ergebnisse nach Themen geordnet aufbereitete und Nutzer zudem automatisch über relevante Neuigkeiten zu den gesuchten Inhalten in Kenntnis setzen sollte. Die App wird inzwischen nicht mehr zum Download bereitgestellt.

Das Laserlike-Team ist inzwischen Teil von Apples Sparte für Künstliche Intelligenz und Maschinelles Lernen, wie The Information berichtet. Die Abteilung wird von Googles ehemaligem Suchchef John Giannandrea geführt. Der seit vergangenem Jahr für Apple tätige Topmanager rückte vor kurzem in den Konzernvorstand auf und ist auch für die Weiterentwicklung des Sprachassistenzsystems Siri verantwortlich.

Apple will Suchanfragen am liebsten gleich selbst beantworten.

Apple versucht seit längerem, Suchanfragen auf eigener Hardware selbst zu beantworten: Siri-Vorschläge sind unter anderem in die System-Suche des iPhones integriert und werden auch als oberste Treffer im Browser Safari ausgeliefert.

Als Standard-Suchmaschine setzt Apple allerdings weiterhin auf Google und nimmt dadurch Schätzungen zufolge jährlich mehrere Milliarden Dollar ein.

Den Such-Deal musste der verstärkt auf Datenschutz und Privatsphäre pochende Apple-Chef Tim Cook in den vergangenen Monaten mehrfach rechtfertigen: Google sei eben die beste Suchmaschine und "das ist sehr wichtig," so Cook auf die Frage, wieso er zugleich Datenschutz propagiere und doch das Geld des Such-Konzerns nehme. (lbe)