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Apple mildert Affiliate-Provisionssenkung ab

Bislang hieß es, Apple werde ab Mai seine Verkaufsprovision an Website-Betreiber bei Apps fast dritteln. Offenbar sind aber "nur" In-App-Verkäufe betroffen. Entwickler erhalten unterdessen genauere Analysewerkzeuge.

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Apple mildert Affiliate-Provisionssenkung ab

App Store auf dem iPhone.

(Bild: Apple)

Apple hat auf seiner Website klargestellt, dass die sogenannte Affiliate-Provision für Apps nun doch weniger harsch beschnitten wird als zuvor angenommen. Bislang zahlt der Konzern sieben Prozent an Betreiber von Websites, die Nutzer in den App Store schicken, die dort dann ein Stück Software kaufen. In einer E-Mail Ende April hatte Apple zunächst mitgeteilt, dass die Quote auf 2,5 Prozent sinkt und damit fast gedrittelt wird.

Nun heißt es, betroffen von der Absenkung seien "nur" In-App-Verkäufe, die etwa für Spielewährungen oder zusätzliche Funktionen einer Anwendung anfallen können. Beim Direktkauf von Programmen bleibt es bei den bekannte 7 Prozent. Dies gelte "für alle anderen Inhaltetypen", darunter "Musik, Filme, Bücher, bezahlte iOS-Apps und Fernsehprogramme". Die Änderung war zum 1. Mai in Kraft getreten – weniger als eine Woche nach der Ankündigung.

Mit Affiliate-Programmen können Anbieter von Websites Geld verdienen, wenn Nutzer auf einen Link klicken, der sie zu einem Shopangebot führt. Apples iTunes Affiliate Program gehört hier zu den attraktivsten Diensten. Auch Entwickler nutzen ihn, um bei Downloads über die eigene Website einen Teil der von Apple verlangten 30 Prozent App-Store-Provision wieder hereinzuholen.

Apples Klarstellung scheint in der Tat zu stimmen – Nutzer des Affiliate-Programms berichteten gegenüber MacStories von der reduzierten Quote für In-App-Verkäufe, aber nicht von weniger Geld für bezahlte Apps. Es ist unklar, warum Apple die Änderung vornimmt. Nutzer des Affiliate-Programms haben auch so höhere Verluste zu erwarten, da der Trend weiter zu "Freemium"-Apps geht, bei denen der Download kostenlos ist und das meiste Geld über In-App-Verkäufe generiert wird.

Apple stellte Entwicklern unterdessen verschiedene neue Analysewerkzeuge zur Verfügung, die endlich auch genauere Daten zum "Customer Journey" enthalten, also wo Kunden ihre App entdeckt haben – inklusive Suchinfos aus dem App Store sowie Referrern aus anderen Apps oder dem Web. (bsc)