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Apple ordert Asimovs Foundation-Zyklus als Serie

Die lange als unverfilmbar geltende Science-Fiction-Trilogie soll das Angebot von Apples noch unangekündigtem Video-Streaming-Dienst bereichern.

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Apple TV

Apple hat grünes Licht für eine Serien-Umsetzung der einflussreichen Foundation-Trilogie des Sci-Fi-Autors Isaac Asimov gegeben. Das bisher in der Entwicklungsphase steckende Projekt, das die Geschichte des Niedergangs eines galaktischen Imperiums auf den Bildschirm bringen will, werde nun direkt als eine aus 10 Episoden bestehende Serie umgesetzt, wie das Branchenblatt Deadline berichtet.

Als Showrunner wurden David S. Goyer, bekannt unter anderem für die Drehbücher von The Dark Knight, Blade und Dark City, sowie Josh Friedman verpflichtet, heißt es. Unter den Produzenten findet sich außerdem mit Robyn Asimov die Tochter des Autors, wie Deadline anmerkt. Die Umsetzung übernimmt das Studio Skydance Television, das sich die Rechte an Foundation gesichert und mit Altered Carbon bereits eine sehr erfolgreiche Serienumsetzung eines Sci-Fi-Romans vorzuweisen hat.

Apple könnte den Videodienst in die vorinstallierte TV-App integrieren.

(Bild: Apple)

Aufgrund der Komplexität und unzähliger Figuren sowie Schauplätze galt die Foundation-Trilogie und daran anknüpfende Werke bislang als praktisch unverfilmbar.

Der für aufwändige Serien wie Game of Thrones bekannte Sender HBO hatte zuvor einen Anlauf gestartet, konnte das Projekt aber offenbar nicht zur Serienreife bringen. Auch mehrere erfahrene Drehbuchautoren und Filmstudios scheiterten bei dem Versuch, das Material auf den Bildschirm bringen.

Apple scheint nun damit zu beginnen, die für den eigenen TV-Dienst geplanten Projekte auch umzusetzen. Offiziell angekündigt wurde das Streaming-Angebot bislang nicht, entsprechend bleibt unklar, ob dieses als eigenständiger Abo-Dienst an den Start gehen wird – und ob man die Serien nur auf Apple-Geräten sehen kann. Vorausgehenden Berichten zufolge könnte Apples TV-Streaming-Dienst im Frühjahr oder zur Jahresmitte 2019 starten.

Apple-Partner wie Netflix scheinen sich bereits auf die kommende Konkurrenz einzustellen: Netflix testet derzeit den Verzicht auf Apples Bezahlschnittstelle, um künftig keine Provision von bis zu 30 Prozent pro Abonnement durch Apple-Nutzer an den iPhone-Konzern abführen zu müssen. (lbe)