Apple plant "Drive-in"-Option für Läden

Die Retail-Chefin des iPhone-Konzerns, Deidre O'Brien, hat sich zur Wiedereröffnung der Stores der Firma geäußert. Es wird einiges anders.

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Auf Abstand: Apple Store in Berlin.

(Bild: Apple)

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Nach der Wiedereröffnung zahlreicher Läden seiner hauseigenen Kette hat Apple sich zum weiteren Vorgehen im Rahmen der Corona-Krise geäußert. Die oberste Store-Chefin Deidre O'Brien, Senior Vice President of Retail & People, schrieb in einem offenen Brief an die Kundschaft, dass sich in den Stores nun einiges ändern wird.

Apple hatte in der vergangenen Woche in Deutschland und anderswo seine Stores wieder aufgesperrt; in einem nächsten Schritt sind nun auch die Läden in den Vereinigten Staaten dran, der wichtigste Markt des Konzerns. Man habe überlegt, wie man die Bedürfnisse der Kunden "effektiver" befriedigen könne, "egal ob online oder in unseren Läden". So hat der Konzern beschlossen, eine Art "Drive-in"-Konzept umzusetzen, das sogenannte Curb-side-Pick-up beziehungsweise Curb-Side-Drop-Off. Dabei können Kunden mit ihrem Auto vorfahren und Geräte zur Reparatur abgeben beziehungsweise Bestellungen abholen. Ob dies auch außerhalb der USA geplant ist, bleibt unklar; O'Brien spricht von "vielen Läden", in denen man dies umsetzen will. In Deutschland sind die Läden meist in Innenstädten, was hier gegen eine praktische Umsetzung spricht.

Wer in die Läden doch hinein möchte, soll "ausreichend Platz" haben – das bedeutet, dass es Warteschlangen geben wird, wie sie sich auch schon in den letzten Tagen seit Wiedereröffnung in Deutschland bildeten. Es gibt Maskenpflicht sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden – haben die keine Mund-Nase-Bedeckung dabei, stellt Apple eine. Apple will außerdem nur Menschen in die Läden lassen, die kein Fieber haben – eine Maßnahme, die deutschen Datenschützern gar nicht schmeckt. Weiterhin lässt Apple auch Menschen mit Husten nicht in die Stores.

Auch beim Reinigungsregime will Apple verstärkt tätig werden. "Den ganzen Tag über werden wir verbesserte Deep-Cleanings durchführen, die besonderen Wert auf alle Oberflächen, ausgestellte Produkte und andere häufig besuchte Bereiche legen", so O'Brien. Die Retail-Chefin glaubt, dass die COVID-19-Situation "weitergehen" wird - "und uns ist klar, dass die Straße zurück ihre Windungen und Kurven haben wird". Bis zumn Wochenende hatte Apple fast 100 seiner Laden global wiedereröffnet – oft mit verringerten Zeiten. Insgesamt betreibt der Konzern über 500 Stores. (bsc)