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Apple plant angeblich Abo-Dienst für Spiele

Der iPhone-Konzern erwägt einem Bericht zufolge, den Gaming-Markt aufzumischen – eine Spiele-Flatrate sei in Arbeit.

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iPhone-Spiele sind meist kostenlos – Nutzer werfen aber Milliardenbeträge als In-App-Käufe nach.

(Bild: dpa, Justin Lane)

Apple erwägt angeblich, seine Abo-Angebote um Spiele zu erweitern: Das Unternehmen habe begonnen, Gespräche mit Spiele-Entwicklern über einen zukünftigen Abo-Dienst zu führen, wie der Wirtschaftssender Cheddar unter Berufung auf informierte Personen berichtet, Unterredungen würden seit dem zweiten Halbjahr 2018 geführt.

Apple schwebe dabei nicht nur das Anbieten einer Flatrate für Spiele von Dritt-Entwicklern vor, sondern auch das Auftreten als Spiele-Publisher, heißt es in dem Bericht des Wirtschaftssenders – der Konzern würde dann bestimmte Kosten für die Neuentwicklung von Spielen übernehmen.

iPhone-Spiele erwirtschaften längst Milliardenumsätze, von denen der Konzern 30 Prozent als Provision einbehält. Dabei handelt es sich überwiegend um Free-to-Play-Titel, die sich über In-App-Käufe finanzieren – und sowohl für iOS als auch Android erhältlich sind. Der Markt für zum Einmalpreis angebotene iOS-Spiele ist in den letzten Jahren zunehmend eingebrochen.

Ein hauseigener Abo-Dienst für Spiele könnte Apple ermöglichen, Exklusiv-Titel für iPhone und iPad zu bündeln und zum monatlichen Festpreis anzubieten. Konkrete Details zu möglicherweise in einem Apple-Dienst enthaltenen Spielen und zur Preisgestaltung liegen bislang nicht vor. Die Planungen für das Abo-Angebot befinden sich noch in einem frühen Stadium, heißt es.

Für Software propagiert Apple das Abonnement als Geschäftsmodell. Der Konzern setzt zunehmend auf den Verkauf von Abos für Dritt-Angebote sowie hauseigene Abo-Dienste: Die Umsätze der Services-Sparte will der Konzern bis 2021 auf rund 50 Milliarden US-Dollar pro Jahr steigern. Dienste brachten dem Unternehmen im zurückliegenden Geschäftsjahr bereits erheblich mehr Umsatz als der Verkauf von Macs ein. CEO Tim Cook hat für 2019 die Einführung neuer Abo-Dienste in Aussicht gestellt, erwartet wird neben einem Video-Streaming-Dienst mit eigenen TV-Inhalten auch eine Flatrate für Magazine. (lbe)