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Apple schafft neues Vizepräsidentenamt für Inklusion

Denise Young Smith, die bislang für den Personalbereich zuständig war, wird in neuer Position direkt an Apple-Chef Cook berichten – auch über das Thema Diversität.

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Apple schafft neues Vizepräsidentenamt für Inklusion

Denise Young Smith ist seit 1997 bei Apple tätig.

(Bild: Apple)

Apple baut sein Management um und stärkt den Bereich Diversität. Wie LinkedIn zu entnehmen ist, hat der Konzern nun das Amt eines "Vice President of Inclusion and Diversity" geschaffen, das direkt an Konzernchef Tim Cook berichtet. Erste Managerin auf dem Posten wird Denise Young Smith sein, die bislang Vizepräsidentin für den Bereich Personal (Human Resources) war. Dieser Job bleibt zunächst unbesetzt und wird temporär von Chief Financial Officer Luca Maestri übernommen.

Young Smith hatte sich schon länger im Bereich Inklusion und Diversität betätigt und diesen als eines ihrer wichtigsten Aufgabenfelder gesehen. Sie ist seit 1997 bei Apple und war zunächst zehn Jahre im Managementteam der Retail-Abteilung tätig. Davor war sie Personalverantwortliche für "Worldwide Operations and Corporate Employee Relations". Apple hatte kürzlich seinen Direktor für Diversität und Inklusion, Jeffery Siminoff, an Twitter verloren, der an Young Smith berichtet hatte. Dies veranlasste Apple offenbar, den Posten nun in der Organisation höher aufzuhängen.

Apple-Chef Tim Cook hatte in der Vergangenheit oft betont, wie wichtig Apple ein hohes Maß an Diversität im Unternehmen ist. Nach dem Gewinn der US-Präsidentschaftswahl durch Donald Trump sagte er, Apple sei weiter “offen für alle” und “zelebriere die Diversität des Teams”, egal wie man aussehe, woher man komme, an was man glaube oder wen man liebe. Cook setzt sich auch für Schwulenrechte ein und nimmt an Anti-Diskriminierungsinitiativen teil. Cook hatte sich 2014 öffentlich als homosexuell geoutet.

Laut TechCrunch dürfte das Thema Diversität und Inklusion für Apple nun noch wichtiger werden. Young Smiths neuer Posten mit direktem Draht zu Cook sei "ein signifikantes Hochskalieren ihrer Verantwortlichkeit", schreibt das IT-Blog.

Allerdings klappt es mit der Diversität unter den Mitarbeitern wie in anderen IT-Konzernen dann allerdings nur recht schleppend bei Apple: Im vergangenen Herbst zeigte sich etwa, dass unter Apples 107 Top-Managern nur 20 Frauen zu finden sind, 88 Personen der obersten Führungsebene seien zudem weißer Hautfarbe, so ein Report. Im mittleren Management liegt der Frauenanteil bei 27 Prozent. (bsc)