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Apple startet App Store für Apple Watch

Über 2000 verschiedene Anwendungen für die heute auf den Markt kommende Computeruhr aus Cupertino soll es schon geben.

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Apple startet App Store für Apple Watch

Der App Store für die Apple Watch findet auf dem iPhone statt.

(Bild: Apple)

Wenn am Freitag die ersten Käufer ihre Apple Watch auspacken, werden sie bereits zahlreiche Apps installieren können. Der eigens eingerichtete App Store für die Computeruhr ist mittlerweile online gegangen. Er lässt sich über die (als Teil von iOS 8.2) auf jedem iPhone ab Generation 5 mitgelieferte Apple Watch App erreichen.

In den vergangenen Wochen erweiterten alle möglichen Anbieter ihre iOS-Anwendungen um Watch-Funktionen. Es gibt Apps für Fitness, Wetter, Notizen, Nachrichten, Restaurant-Reservierungen, die Anzeige von Reise-Informationen oder Steuerung vernetzter Glühbirnen. Die Website Watchaware, die die Entwicklung beobachtet, listete am Donnerstagabend rund 2200 Anwendungen auf, Apple gab gegenüber dem Wall Street Journal sogar an, dass es 3000 Apps zum Verkaufsstart geben werde.

Selbst Einzelhändler wie die Modekette Zara gehen auf die Watch, Finanzinstitute wie Citigroup und die Deutsche Bank zeigen Kontoinformationen an. Die Rivalen Uber und MyTaxi tragen ihren Kampf um Fahrgäste auch auf die Apple-Uhr. BMW macht die Watch zur Fernbedienung der Elektroautos. Und die Macher der Sprachlern-App Babbel entwickelten einen abgespeckten Vokabeltrainer speziell fürs Handgelenk.

Von den großen Namen im Internet-Geschäft sind ebenfalls viele schon zum Start dabei. Zu den laut Apple wichtigsten "Must-Have"-Apps gehören Twitter, die Nachrichten der New York Times, die Facebook-Foto-App Instagram, das Navigationswerkzeug Citymapper, die Datenbank Evernote oder die App der US-Basketballliga NBA. Medien in Deutschland machen auch mit, darunter die Süddeutsche Zeitung, der Spiegel und Bild. Sie kämpften laut eigener Aussage damit, journalistische Formate auf das Minidisplay zu packen.

Apple selbst veröffentlichte eine Reihe von Videotouren, um Grundfunktionen wie Telefonieren, Routen-Anweisungen, Bedienung mit Hilfe der Sprachassistentin Siri oder die Steuerung der Musikwiedergabe vorzustellen. Angesichts der bisherigen Flut von Apps anderer Anbieter werden Nutzer auf jeden Fall sehr genau abwägen müssen, welche Anwendungen sich auf den kleinen Watch-Bildschirm ausbreiten dürfen. Sonst wird man lange Reihen von Benachrichtigungen durchwischen müssen.

Bei Babbel macht sich Gründer und Chef Markus Witte keine Sorgen über einen App-Stau und glaubt, dass die Nutzer sich zurechtfinden. "Es muss jeder selbst ausprobieren, was für ihn sinnvoll ist und was nicht." Seine Firma wolle nun mit der ersten Version der Vokabel-App herausfinden, was die Nutzer wollen. Die Software-Entwickler stellten schon mal fest, dass man die Anzeige für die beiden Versionen mit 38 und 42 Millimeter Bildschirmdiagonale trotz der auf den ersten Blick relativ geringen Differenz anpassen muss. (mit Material von dpa) / (bsc)