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Apple steckt Milliarde in neues Firmengelände in Texas

Nach der Fertigstellung von Apple Park will der Konzern weiter in den USA investieren und Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört ein neuer Campus in Austin, Texas.

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Apple Austin Campus

Schon jetzt ist Austin der zweigrößte Apple-Standort nach Cupertino – ein neuer Campus soll mehr Platz schaffen.

(Bild: Apple)

Apple braucht mehr Platz: Der iPhone-Konzern will in Austin, Texas mit einer Milliardeninvestition ein neues Firmengelände errichten. Der neue Campus soll eine Fläche von knapp 54 Hektar belegen und zu Beginn Platz für 5000 zusätzliche Mitarbeiter bieten, die unter anderem in den Bereichen Engineering, Forschung & Entwicklung, Sales und Kunden-Support Tätigkeit finde, wie das Unternehmen mitteilte.

Texas zweitgrößter Apple-Standort hinter Cupertino

Längerfristig soll auf dem neuen Campus in Austin Raum für 15.000 Angestellte geschaffen werden, heißt es weiter – schon jetzt sei der Standort in der Hauptstadt des US-Bundesstaates Texas der zweitgrößte hinter dem Firmensitz in Cupertino, dort hat Apple gerade erst die Arbeit an der neuen Zentrale "Apple Park" abgeschlossen.

Man wolle zudem neue Büros in weiteren US-Städten einrichten, gab Apple am Freitag bekannt. Dazu gehören Seattle (dort sitzen unter anderem Microsoft und Amazon), San Diego (Standort des Chip-Herstellers Qualcomm, dem Apple offenbar weitere Entwickler abjagen will) und Culver City in Kalifornien – dort treibt Apple das kommende Geschäft für eigene TV-Inhalte voran. Allein in den USA beschäftige Apple nun 90.000 Mitarbeiter, weitere 20.000 Jobs sollen bis 2023 geschaffen werden.

Apple will Milliarden-Auslandsgewinne auf Null reduzieren

Apples Ankündigung zur weiteren Schaffung von Arbeitsplätzen in den USA fällt zeitlich wohl nicht durch Zufall mit weiteren geplanten Strafzöllen zusammen, die die US-Regierung gegen China erwägt – und damit möglicherweise auch die Einfuhr des iPhones erheblich verteuert.

Nach der Steuerreform in den USA durch US-Präsident Donald Trump hatte Apple bereits zum Jahresanfang Milliarden-Investitionen in das Heimatland in Aussicht gestellt. Apple hat – ebenso wie viele andere große US-Konzerne – riesige Barbestände aus dem internationalen Geschäft bislang im Ausland geparkt und ist dabei, diese in den Heimatmarkt zurückzuführen. 38 Milliarden Dollar will der Konzern dafür in den USA an Steuern für zurückliegende Auslandsgewinne zu zahlen – und kann weiterhin großen Barbestand dann flexibel einsetzen: Gut 160 Milliarden Dollar wolle man langfristig auf "rund Null" reduzieren, so Apples Finanzchef im Frühjahr.

Apple Park – Apples neues Hauptquartier in Cupertino (7 Bilder)

Ab April wird "Apple Park" von ersten Mitarbeitern bezogen.
(Bild: Apple)

(lbe)