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Apple tritt bei Entwicklung von iOS 12 angeblich auf die Bremse

Um Bugs und damit einhergehende Probleme zu verringern, will Apple die Weiterentwicklung des iPhone- und iPad-Betriebssystems einem Bericht zufolge flexibler handhaben – und manche Funktionen aufschieben.

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iPad

Wichtige Neuerungen für das iPad kommen angeblich erst 2019.

(Bild: dpa, Bernd von Jutrczenka)

Apple setzt auf eine neue Strategie bei der Weiterentwicklung von iOS: Um Fehler und unfertige Bestandteile zu vermeiden, können die Entwickler des Konzerns die Umsetzung von Funktionen im Problemfall aufschieben, statt sich dem bisher straffen Update-Zyklus unterordnen zu müssen, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet. Apples Software-Chef Craig Federighi habe die Neuausrichtung im Januar intern bekannt gegeben.

Apple werde weiterhin alljährlich große System-Updates veröffentlichen, aber künftig auf zwei Jahre hin planen, um so Funktionen flexibler umsetzen zu können. Der Konzern habe realisiert, dass Dinge mit Bugs veröffentlicht werden, wenn die vorgegebenen Fristen nicht zu bewältigen sind, schreibt Bloomberg unter Berufung auf eine informierte Person – dies sei früher nicht in diesem Ausmaß passiert, als Apple noch eine kleinere Firma mit weniger Entwicklern war, die eine geringere Zahl an Hardware im Portfolio hatte.

Zuvor war bereits durchgedrungen, Apple werde sich nach zahlreichen Fehlern und Problemen in iOS 11 wieder auf Leistung sowie Qualitätssicherung besinnen und dementsprechend bestimmte geplante Funktionsneuerungen aufschieben.

Der Konzern will angeblich größere Neuerungen auf 2019 verlegen, darunter einen überarbeiteten iOS-Homescreen sowie wichtige iPad-Funktionen: Dazu gehöre eine geteilte Ansicht, um zwei Dokumente einer App nebeneinander anzuzeigen – bislang kann das nur Apples Browser Safari. Zudem will Apple dem Bericht zufolge in iPad-Apps künftig Tabs zulassen, um zwischen verschiedenen Ansichten oder Seiten wechseln zu können.

Eine Schlüsselfunktion sei allerdings weiterhin für iOS 12 und macOS 10.14 vorgesehen, merkt die Finanznachrichtenagentur an: Apple wolle es möglich machen, "Universal-Apps" für iPhone, iPad und Mac zu entwickeln. Dies könnte dem Konzern auch erlauben, bestimmte hauseigene iOS-Apps auf dem Mac zu bringen, die dort bislang fehlen – etwa die Home-App zur Steuerung von vernetzter Heimautomatisierung.

iOS 11 hatte nach der Einführung eine Reihe an Problemen zu verzeichnen, zudem musste Apple mehrere ursprünglich für den vergangenen Herbst angekündigte Funktionen wie AirPlay 2 für Multiroom-Audio und iMessage in iCloud aufschieben.

iOS 11.3 für iPhone und iPad (4 Bilder)

Die Health-App soll alle medizinischen Daten des Nutzers zentral sammeln – darunter Messwerte und Testergebnisse.
(Bild: Apple)

[Update 13.02.18 11:12 Uhr:] Kleinere Neuerungen soll es bei der Videokonferenzfunktion FaceTime (Nutzung von Animojis), dem "Nicht stören"-Modus (kleinteiligere Einstellmöglichkeiten) sowie bei der Siri-Integration geben. Zudem scheint Apple eine überarbeitete Börsen-App sowie einen Mehrspielermodus für Augmented-Reality-Spiele zu planen, schreibt Bloomberg. (lbe)