Menü
Mac & i

Apple verspricht deutlich bessere Kartendaten

Die Maps-Anwendung soll künftig mit mehr Informationen aus der Flotte der Apple-Fahrzeuge sowie hochauflösenden Satellitendaten gespeist werden.

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 175 Beiträge
Apple verspricht deutlich bessere Kartendaten

Vergleich des Kartenmaterials.

(Bild: Apple)

Apple plant eine Runderneuerung für seinen in der Vergangenheit nicht unumstrittenen Kartendienst Apple Maps. Gegenüber US-Medien kündigte der iPhone-Produzent an, den Service "von Grund auf neu" zu gestalten – inbesondere im Hinblick auf das verwendete Kartenrohmaterial. Dazu greift Apple auf Daten der eigenen Fahrzeugflotte zurück, die das Unternehmen seit mehreren Jahren auf die Straße schickt. Zudem will man hochauflösendes Satellitenmaterial verwenden.

Mit den neuen Rohdaten möchte Apple offenbar vor allem an Detailreichtum zulegen, der bei der Konkurrenz – insbesondere Google Maps – in manchen Regionen noch deutlich besser ausfällt. Seit der Einführung von Apple Maps vor sechs Jahren habe man viel in den Dienst investiert, erklärte Apples Dienste-Chef Eddy Cue.

Mittlerweile flossen Millionen Veränderungen, Millionen neue Orte und zahllose Updates in Apples Maps ein, man verändere den Dienst häufig. Künftig sollen bessere Echtzeitdaten zu Straßenverhältnissen, Neubauten, Veränderungen bei der Fußgängerführung und tiefere Strukturen wie etwa Wege in Parks integriert werden, die derzeit noch teilweise fehlen. Als erste Stadt, die die neuen Detaildaten erhält, wurde San Francisco ausgewählt – hier sollen die neuen Maps-Infos schon in der Beta von iOS 12 bereitstehen. Danach folgt Nordkalifornien bis Herbst.

Laut Apple sind die neuen Datensätze das Ergebnis von Bemühungen aus den letzten vier Jahren. "Wir wollen das nächste Level erreichen", so Cue. Apple Maps solle "zur besten Karten-App der Welt" werden. Deshalb benötige der Konzern seine eigenen Daten. Aktuell nutzt der Konzern verschiedene Quellen – etwa von TomTom, OpenStreetMap und diversen Geodatenanbietern. Apple will auch Daten Nutzen, die von den Hunderten von Millionen iPhones stammt, die auf der Welt verwendet werden. Dies soll auch bei der schnellen Aktualisierung helfen. All diese Daten würden anonymisiert, betont Apple. Grundlage ist stets die eigene Basiskarte. (bsc)