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Apple vs. Qualcomm: Cook und Mollenkopf kommen sich nicht näher

Die beiden Komzernchefs sollen persönlich versucht haben, ihren weltweit ausgetragenen Lizenz- und Patentstreit beizulegen. Die Beziehung blieb frostig.

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Apple vs. Qualcomm: Cook und Mollenkopf kommen sich nicht näher

Qualcomm-Chip in einem iPhone 5.

(Bild: iFixIt)

Werden sich Apple und Qualcomm auf absehbare Zeit einigen oder wird sich ihr Patent- und Lizenstreit noch über viele Jahre hinziehen? Aktuell sieht vieles nach Möglichkeit Nummer zwei aus. Der iPhone-Produzent und der Mobilfunkchiphersteller bekriegen sich juristisch weltweit – und eine Einigung scheint in weite Ferne gerückt zu sein.

Nun hat das Wall Street Journal einen Bericht zu den Aktivitäten hinter den Kulissen veröffentlicht. Demnach wurde bereits auf höchster Ebene versucht, den Konflikt zu lösen: Es gab ein Treffen zwischen Apple-CEO Tim Cook und Qualcomm-Boss Steve Mollenkopf. Dieses soll allerdings bereits ein Jahr zurückliegen – Mollenkopf besuchte dabei Cook in Apples Hauptquartier.

Das Treffen sei frostig verlaufen, Mollenkopf habe anfangs schlicht nichts gesagt und seinen Hausjuristen reden lassen. Der Qualcomm-Boss habe Apple verdächtigt, eine feindliche Übernahme seiner Firma zu unterstützen. Dabei hatte Broadcom – selbst ein Lieferant des iPhone-Herstellers – versucht, den Mobilfunkchipriesen zu schlucken.

Apple wiederum hat Qualcomm bereits als Monopolisten bezeichnet und Mollenkopf der Lüge bezichtigt, weil der gesagt hatte, es fänden bereits Gespräche zu einer außergerichtlichen Einigung in dem Streit statt. Ein Problem bei dem Konflikt sei, dass es eine "so geringe persönliche Verbindung" zwischen Mollenkopf und Cook gebe.

Aus diesem Grund, so beteiligte Apple-Manager, sei es quasi unmöglich, dass es zu einem Deal zwischen den beiden Streithähnen komme. Das Wall Street Journal zitiert dabei eine anonyme Quelle aus dem Unternehmensumfeld, laut der der Streit mittlerweile "persönlich" geworden sei und es niemanden gebe, der den Abstand zwischen den beiden Managern überbrücken könne.

Für beide Konzerne geht es um Milliarden – und die Zukunft der Mobilfunktechnik. Apple setzt bei seinem iPhone mtitlerweile auf Chips von Intel, was gerüchteweise zu Verzögerungen bei der Verwendung des neuen Mobilfunkstandards 5G führen könnte. Qualcomm wiederum will nur liefern, wenn der Streit beigelegt ist, doch das will Apple nicht, wo man keine Lust mehr hat, enorme Lizenzgebühren zu entrichten.

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(bsc)