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Apple vs. Samsung: Experte begründet Milliarden-Forderung

Der von Apple angeheuerte Berater hat am Dienstag vorgerechnet, wie er zu der Summe von knapp 2,2 Milliarden Dollar gelangt ist, die Samsung für die vorgeworfenen Patentverletzungen zahlen soll.

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Im neuen Patentprozess zwischen Apple und Samsung geht es wieder um eine Milliarden-Forderung

(Bild: dpa, Marcus Brandt)

Der von Apple angeheuerte Consultant Christopher Vellturo hat in dem zweiten großen Patentprozess erläutert, wie er auf die Summe von 2,19 Milliarden Dollar (knapp 1,6 Milliarden Euro) gekommen ist, die der iPhone-Hersteller von Samsung für Patentverletzungen einklagt. Die Milliarden-Forderung basiere auf 4000 bis 5000 Stunden Recherche, die seine Firma betrieben habe, erklärte Vellturo laut The Verge.

Demnach wurden 507 Smartphone- und 459 Tablet-Nutzer befragt, was ihnen bestimmte Funktionen wert wären, wie US-Medien aus dem Gerichtssaal berichteten. Danach sei geschätzt worden, wie hoch eine Lizenzgebühr bei den fünf im Prozess betroffenen Patenten für Samsung hätte ausfallen können. Multipliziert wird mit 37 Millionen verkauften Samsung-Geräten für den Zeitraum von August 2011 bis Ende 2013.

Apple vs. Samsung, 2. Runde

Seit Ende März 2014 läuft der zweite Prozess zwischen Apple und Samsung. Diesmal geht es ausschließlich um angeblich verletzte Patente, Geschmacksmuster (Design-Patente) spielen keine Rolle. Apple verlangt einen Schadenersatz von 2 Milliarden US-Dollar, Samsung seinerseits möchte 7 Millionen haben.

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Apple argumentiert, dass die geschützten Funktionen wie universelle Suche oder Entsperren des Bildschirms per Schiebe-Geste die Geräte attraktiv für Kunden machen. Samsungs Patentverletzungen seien in eine besonders wichtige Wachstumsphase gefallen, in dem viele Nutzer das erste Smartphone gekauft hätten, betonte Vellturo.

Apple hatte im ersten Prozess in Kalifornien 2012 knapp eine Milliarde Dollar Schadenersatz zugesprochen bekommen, das Berufungsverfahren steht aber noch aus. Diesmal ist unter den zehn betroffenen Geräten des südkoreanischen Smartphone-Marktführers das Galaxy S3.

Samsung nimmt im Gegenzug mit zwei Patenten neun Apple-Geräte ins Visier, darunter sind das iPhone 5 und das iPad 4. Samsung verlangt 7 Millionen Dollar Schadenersatz und kritisiert Apples Forderungen als drastisch überhöht. (mit Material der dpa) / (lbe)