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Apple vs. Samsung: Jobs suchte Gespräch vor Rechtsstreit

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Der US-Konzern Apple hat sich vor der Eskalation des Patentstreits mit Samsung auf Initiative des damaligen CEO Steve Jobs offenbar bemüht, den Konflikt mit seinem Zulieferer im Gespräch beizulegen. Das gab Apples Patentanwalt Richard Lutton laut dem Wall Street Journal am Donnerstag vor einem Gericht im australischen Sydney zu Protokoll.

Demnach hat Jobs Samsung im Sommer 2010 kontaktiert, um mit dem südkoreanischen Konzern über die Patentfrage ins Gespräch zu kommen. Bei den Treffen selbst sei Jobs dann nicht mehr zugegen gewesen. Der iPad-Hersteller habe seinem wichtigen Zulieferer mit diesen Gesprächen die Chance geben wollen, "das Richtige zu tun", wird Lutton zitiert.

Im April 2011 hatte der inzwischen zum CEO ernannte Tim Cook bereits öffentlich erklärt, Apple sei Samsungs größter Kunde und es bestünde eine stabile Beziehung zwischen den Unternehmen – doch Samsungs Mobilsparte habe "eine Grenze überschritten". Nach gescheiterten Verhandlungen entschied sich Apple dazu, Samsung zu verklagen.

Die sich derzeit über neun Länder erstreckende Patentschlacht hat Apple im April 2011 mit dem Vorwurf eröffnet, Samsung kopiere die iOS-Geräte. In Deutschland und den Niederlanden konnte Apple bereits Einstweilige Verfügungen erwirken, die den Vertrieb bestimmter Galaxy-Produktreihen einschränken. Das australische Gericht entscheidet voraussichtlich in der kommenden Woche, ob es ebenfalls ein Vertriebsverbot von Samsungs Galaxy-Tablet erlässt – Samsung hatte die Markteinführung des Galaxy Tab 10.1 in Australien bereits zweimal aufgeschoben. (lbe)