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Apple vs. Samsung: Markteinführung des Galaxy Tab in Australien erneut verschoben

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Vor einem Gericht in Sydney hat der südkoreanische Hersteller Samsung erklärt, die Markteinführung des Android-Tablets Galaxy Tab noch einmal zu verschieben. Der Elektronikkonzern will das 10-Zoll-Tablet nun bis zum 30. September auf dem australischen Markt weder verkaufen noch bewerben. Dies ist bereits der zweite Aufschub, zu dem sich Samsungs Anwälte bereit erklärt haben. Apple wirft Samsung eine Reihe von Patentverletzungen vor und will eine Einstweilige Verfügung erwirken, die den Vertrieb des Tablets untersagt. Die nächste Anhörung in dem Verfahren ist für Ende September angesetzt.

Samsung hatte dem iPad-Hersteller laut einem Bericht des Sydney Morning Herald vergangene Woche eine modifizierte, für den australischen Markt bestimmte Version des Galaxy Tab 10.1 vorgelegt. Apples Anwälte bescheinigten diesem Modell eine in bestimmten Bereichen "reduzierte Funktionalität", sahen aber weiterhin "mindestens zwei" Patente verletzt und haben ihre Prüfung angeblich noch nicht abgeschlossen. Der südkoreanische Konzern betonte, das Gericht in Australien habe noch keine Einstweilige Verfügung gegen den Vertrieb des Galaxy Tab 10.1 erlassen. Samsung wolle einige Apple-Patente annullieren lassen und gegen den US-Rivalen zugleich wegen einer Verletzung eigener Patente durch das iPad klagen, hieß es.

In Deutschland hatte das Düsseldorfer Landgericht bereits den Vertrieb des Galaxy Tab 10.1 per Einstweiliger Verfügung gestoppt und will bis zum 9. September über die Apple-Vorwürfe entscheiden. In den Niederlanden war ein Richter anderer Meinung und verweigerte Apple eine Einstweilige Verfügung gegen Samsungs Tablet-Rechner, verhängte aber ein Vertriebsverbot für Galaxy-Smartphones ab Mitte Oktober. (lbe)