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Apple vs. Samsung: Von Icon- und Vorgänger-Ähnlichkeiten

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Im Rechtsstreit zwischen Apple und Samsung, hat der südkoreanische IT-Konzern damit begonnen, seine Gegenklage vorzubringen. Samsungs Anwälte stützten sich dabei laut The Verge auf die Analyse eines Harvard-Professors, der drei Gebrauchsmuster durch iOS-Geräte als verletzt erachtet – darunter die Funktion, eine E-Mail mit einem Foto-Anhang zu versenden, die automatische Rückkehr zur Galerie nach Aufnahme eines neuen Bildes sowie die Fähigkeit, Musik auf einem Mobilgerät im Hintergrund abzuspielen und währenddessen andere Tätigkeiten auszuführen.

Im weiteren Verlauf des Prozesstages wies die Samsung-Designerin Jeeyuen Wang den Apple-Vorwurf zurück, Icons kopiert zu haben. Das Telefon-Icon mit einem Hörer-Symbol gab es nach Wangs Aussage bereits vor dem Jahr 2002, als sie bei Samsung ihre Arbeit aufnahm. Das Grün des Icons stünde für “Los”, gibt CNET ihre Aussage wieder. Die Sonnenblume im Icon der Foto-App sei außerdem nicht auf Apples Icon zurückzuführen, sondern durch ein Wallpaper für AMOLED LCDs inspiriert, das Blumen zeigte und allen Teammitgliedern gefallen habe, so die Designerin. Apples Anwälte zeigten im anschließenden Kreuzverhör ein internes Samsung-Dokument, dass Ziele für Icon-Design vorgab und sich dabei auch mehrfach iOS und Apples Icon-Guidelines als Beispiel heranzieht.

Ein Experten-Zeuge von Samsung bezeichnete laut The Verge außerdem drei Apple-Geschmackmuster, die die Form von iPhone und iPad abdecken, als offensichtlich. Um zu untermauern, dass Apples Design-Patente nicht einzigartig seien, zeigte er eine Reihe älterer Geräte, die einen ähnlichen Formfaktor besitzen, darunter das LG Prada, Compaqs Tablet TC1000 sowie den Knight-Ridder-Prototypen. Apples Anwälte hielten dagegen, dass es etliche Geräte auf dem Markt gäbe, die im Gegensatz zu Samsung nicht Apples exakte Geräte-Rundung übernommen hätten und führten als Beispiel ein Nokia Lumia an.

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(lbe)