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Apple weist Apps mit UDID-Zugriff zurück

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Schon im vergangenen August hatte Apple in seiner Entwicklerdokumentation zu iOS 5 mitgeteilt, dass die Verwendung der sogenannten UDID (Unique Device Identifier) künftig eingeschränkt werde. Mit der Funktion "uniqueIdentifier" war es bislang möglich, die eindeutige Gerätenummer von iPhone, iPad oder iPod touch auszulesen; nun forderte Apple, stattdessen auf eine App-spezifische Identifizierung zu setzen. Nun hat der Computerkonzern damit begonnen, seine Ankündigung auch umzusetzen: Wie das Silicon-Valley-Blog TechCrunch meldet, wurden seit der vergangenen Woche gleich mehrere eingereichte Programme wegen der UDID-Verwendung zurückgewiesen. Zu den betroffenen Entwicklern sollen Fluik aus Canada ("Office Jerk") und Playhaven gehören.

UDID-Ankündigung aus der iOS-5-Entwicklerdoku.

(Bild: Screenshot via 9 to 5 Mac.)

Apple setzt das UDID-Verwendungsverbot auch aus Datenschutzgründen um – war es mit der Identifikation doch beispielsweise möglich, Nutzer über mehrere Apps zu tracken. Datenschützer hatten die UDID, über die iOS-Geräte weltweit eindeutig zugeordnet werden können, stets kritisiert. Eine Untersuchung des Wall Street Journal, bei der 101 populäre Apps für iPhone und Android analysiert wurden, hatte im letzten Jahr herausgefunden, dass mehr als die Hälfte der Entwickler sich ohne weitere Information des Nutzers die Gerätenummer übertragen ließen. Werbenetzwerke und Analysefirmen interessieren sich ebenfalls stark für die UDID und bezogen sie teilweise auch. Laut TechCrunch sind App-Entwickler, die noch nicht auf die Umstellung reagiert haben, nun dabei, Alternativen zu suchen. Ähnliches gilt für mobile Reklamenetzwerke, die die Technik für ihr "Performance Tracking" verwenden. c't hat in einem aktuellen Beitrag zusammengefasst, welche Daten Apps von Smartphone-Nutzern abgreifen. (bsc)