Apple will Carrier-IQ-Software komplett entfernen

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Apple hat inzwischen zum Einsatz der umstrittenen Mobilfunk-Analysesoftware Carrier IQ Stellung genommen: Eine US-Unternehmenssprecherin betonte, die "meisten eigenen Produkte" unterstützen die Software seit iOS 5 nicht mehr – ein kommendes Update werde Carrier IQ "komplett entfernen". Apple habe niemals Tasteneingaben, Nachrichten oder andere persönliche Informationen aufgezeichnet. Nutzer müssen der Übermittlung von Diagnosedaten erst zustimmen – iOS versende diese anschließend anonymisiert, ohne persönliche Informationen sowie verschlüsselt, erklärte der iPhone-Hersteller.

Das iPhone 4 sei das letzte iOS-Gerät, das derzeit noch unter iOS 5 Carrier-IQ-Software verwende, gab Apple gegenüber Ars Technica bekannt. Ob das Unternehmen die Analysesoftware auch aus älteren iOS-Versionen mit einem Update entfernen will, bleibt vorerst unklar.

Diagnosedaten in den iOS-Einstellungen

iOS-Geräte sammeln Diagnose- und Nutzungsdaten, die unter anderem Informationen zu abbrechenden Mobilfunkverbindungen, Angaben zum Mobilfunksignal an spezifischen Orten sowie App- und Systemabstürzen beinhalten. Bis iOS 4 übernahm iTunes auf einem Mac oder Windows-Rechner das Übertragen dieser Fehlerberichte nach einmaliger Zustimmung des Nutzers. Seit iOS 5 muss der Übermittlung dieser Daten einmalig bei der Ersteinrichtung eines iPhone, iPad oder iPod touch zugestimmt werden, anschließend lässt sich die gewählte Option jederzeit in den iOS-Einstellungen unter "Allgemein, Info, Diagnose & Nutzung" einsehen sowie ändern. Dort ist auch der Einblick in die bereits auf dem Gerät vorliegenden Diagnoseinformationen möglich. (lbe)