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Apple will Hardware in Indien bauen

Um besser auf dem Zukunftsmarkt konkurrieren zu können, soll unter anderem das iPhone auf dem Subkontinent entstehen. Doch vorher müssen Subventionen fließen.

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Indien

Elektroniknutzerinnen in Indien.

(Bild: dpa, Piyal Adhikary)

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Für Apple-Chef Tim Cook ist Indien nach China der wichtigste Zukunftsmarkt. Allerdings muss Apple dazu nicht nur einfach den neuen Riesenmarkt erobern, sondern auch staatliche bürokratische Hürden überwinden – etwa bei der Errichtung eigener Ladengeschäfte auf dem Subkontinent. Hilfreich könnte auch sein, wenn Apple gleich in Indien produzieren würde. Offenbar ist dies nun geplant, wie das indische Wirtschaftsblatt Economic Times berichtet.

Apple habe explizit bei den zuständigen Ministerien, dem Department of Revenue (Finanzen) und dem Department of Electronics and IT (Elektronik und Informationstechnik), angefragt, ob es zur Errichtung einer neuen iPhone-Fabrikation Subventionsmöglichkeiten gibt. Ein entsprechender Due-Diligence-Prozess soll bereits "seit einiger Zeit" laufen.

In das Verfahren eingebunden ist auch das Ministerium für Industriepolitik, das die beiden zuständigen Ministerien anschreiben werde, hieß es. In Indien gibt es verschiedene Subventionspakete für Unternehmen, die in dem Land herstellen wollen – sie sollen dazu dienen, hohe Kosten zu vermeiden.

Das iPhone wird derzeit neben China nur in Brasilien produziert – jeweils durch Apples Auftragsfertiger. Im Mai gab es Spekulationen darüber, dass der Apple-Partner Foxconn in Indien iPhones bauen könnte.

Normalerweise dürfen Unternehmen in Indien nur dann direkt verkaufen, wenn mindestens 30 Prozent der angebotenen Produkte im Inland hergestellt wurden. Apple bekommt hier wohl eine dreijährige Ausnahmegenehmigung für seine eigenen Läden, weil die dort verkauften Geräte unter das "High Tech"-Label fallen.

Tim Cook hatte in den vergangenen Monaten häufiger betont, wie wichtig Indien für Apple in Zukunft ist. Der Konzernchef besuchte das Land erst kürzlich persönlich. "Ich sehe Indien da, wo China vor sieben bis zehn Jahren stand. Ich glaube, dort liegen sehr große Chancen", sagte er Ende April in einem Gespräch mit Analysten. Der chinesische Markt schrumpft mittlerweile für Apple wieder – auch im Rahmen der allgemeinen Marktsättigung bei den Smartphones. (bsc)