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Apple will Intels Modemsparte für eine Milliarde

Auch wenn der Chipkonzern fürs iPhone kein 5G-Baseband liefern konnte, ist sein Patent- und Technikportfolio doch wertvoll – inklusive deutschem Standort.

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Diesen Chip wird's wohl nie geben – jedenfalls nicht von Intel.

(Bild: Intel)

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Nach Intels Ausstieg aus dem Geschäft mit 5G-Funkmodems stellt sich nach wie vor die Frage, was mit der entsprechenden Abteilung für Basebands geschehen soll. Der Konzern hatte sie offiziell zum Verkauf gestellt – und es soll gleich mehrere Interessenten geben. Nun macht ein Bericht die Runde, laut dem Apple in "fortgeschrittenen Gesprächen" ist, Intels Modemgeschäft für eine Milliarde US-Dollar zu übernehmen.

Die aktuelle Meldung des Wall Street Journal folgt auf ähnliche Spekulationen aus dem April sowie dem Juni. Damals hieß es, die Gespräche seien bereits unterbrochen worden – beziehungsweise Apple interessiere sich nur für Intels deutsche Modemsparte. Wie das Wall Street Journal nun behauptet, sind die eine Milliarde Dollar Kaufpreis sowohl für Intels großes Patentportfolio im Mobilfunkbereich als auch für die Übernahme entsprechender Mitarbeiter und Abteilungen gedacht. Ein Deal könne schon nächste Woche angekündigt werden.

Apple möchte seit langem selbst eigene Modems bauen, hat eine entsprechende Abteilung aufgebaut, doch die entsprechenden Pläne verzögerten sich. Intels Technik könnte das Projekt erheblich beschleunigen. Eine Milliarde Dollar sind für Apple zudem ein Betrag, der sich aus der Portokasse stemmen ließe – der Konzern hat eine Kriegskasse mit einem Bestand an Bargeldäquivalenten in Höhe von über 200 Milliarden.

Laut dem WSJ-Bericht verhandeln Apple und Intel bereits seit gut einem Jahr. Nachdem Apple sich nach einem langwierigen und weltweit ausgetragenen Rechtsstreit mit Qualcomm auf die Lieferung von 5G-Modems verständigt hatte, kamen die Gespräche zu einem vorzeitigen Ende. Intel reagierte selbst mit der Einstellung seiner eigenen Modembemühungen.

Apple könnte mit dem Kauf von Intels Modemabteilung auch ehemalige Standorte von Infineon in Deutschland übernehmen. Die hatte der Chipriese 2011 selbst für über eine Milliarde Dollar erworben. Zuletzt hatte Intel außerdem vor, sein Modempatentportfolio meistbietend zu versteigern.

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(bsc)