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Apple will Musikern Einblick in Hörgewohnheiten von Fans geben

Mit “Apple Music For Artists” hat der Konzern einem Bericht zufolge einen neuen Analysedienst eingerichtet, der Künstlern detaillierte demographische wie geographische Daten zu den eigenen Hörern liefern soll.

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Beats Music

Apple gibt Musikern künftig tieferen Einblick in den Streaming-Dienst Apple Music sowie die Verkaufsplattform iTunes Store: Einige tausend Künstlern können durch “Apple Music For Artists” neuerdings Details zu ihren über Apples Plattformen vertriebenen Songs einsehen, wie das Branchenmagazin Billboard berichtet.

Auf diese Weise sollen sich unter anderem Informationen über die Abspielanzahl respektive die Menge der Verkäufe von einzelnen Titeln sowie Alben einsehen lassen. Apple wolle den Analysedienst im Frühjahr für alle Künstler öffnen.

Detailinformationen bis auf Stadtebene

Apples Info-Tool für Musiker kommt deutlich später als ähnliche Angebote anderer Dienste wie Spotify und YouTube, merkt das Magazin an, Apple wolle dafür aber eine besonders tiefgehende Analyse ermöglichen.

Künstler sollen beispielsweise demographische ebenso wie geographische Daten über ihre Fans erhalten, um etwa eine Tour besser planen zu können: So lasse sich etwa einsehen, wie viele weibliche in San Francisco ansässige Fans im Alter von 16 bis 24 Jahren ein bestimmtes Lied angehört haben, schreibt Billboard – selbst eine Setlist lasse sich so besser für den Auftritt in bestimmten Städten planen – dies sei vor allem für Indie-Künstler interessant, die bislang keinen Zugriff auf derartige Daten hätten. Eine Kartenansicht deckt dem Bericht zufolge alle 115 Länder ab, in denen Apple Music und/oder der iTunes Store präsent sind.

Derzeit keine Angaben zu Tantiemen

Das Analyse-Tool soll Künstler außerdem darüber informieren, wenn ihre Musik in Wiedergabelisten von Apple auftaucht und wie oft diese angehört werden. Apple habe auch erwogen, eine Verdienstübersicht zu integrieren, dies aufgrund der Komplexität bei der Ausschüttung der Tantiemen – besonders im Fall von Streaming-Diensten – aber aufgeschoben. Vorerst stehe der Analysedienst nur per Browser zur Verfügung, eine App soll folgen.

Apple hat die Analyse-Tools für Inhalteanbieter in den hauseigenen Plattformen in den vergangenen Monaten bereits ausgebaut: Inzwischen können Podcast-Anbieter Hörgewohnheiten einsehen, die von Apples in iOS integrierter Podcasts-App automatisch erfasst werden. (lbe)