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Apple will Strafverfolgungsbehörden besser unterstützen

Künftig können Strafverfolger Datenanfragen zu Apple-Nutzern und Geräten über ein Web-Portal stellen. Apple will außerdem Ermittler schulen.

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iPhone X

(Bild: dpa, David Moir/AAP/Archiv)

Apple hat ein "Support-Programm" für Strafverfolger angekündigt. Ermittlungsbehörden komme eine entscheidende Rolle dabei zu, "unsere Gesellschaft sicher zu machen", erklärt der Konzern auf seiner Datenschutz-Seite. "Wenn wir Informationen haben, dann stellen wir diese zur Verfügung" – falls eine "valide juristische Anfrage" erfolgt. Ab Ende 2018 können Strafverfolgungsbehörden aus aller Welt Datenanfragen und "Track-Requests" bei Apple über ein neues Online-Portal stellen.

Apple hat außerdem erstmals öffentlich bestätigt, Schulungen für Strafverfolger durchzuführen. Man baue ein Team aus Spezialisten auf, das sich speziell und weltweit diesen Schulungen widmen soll, so dass diese auch "kleinere Polizeikräfte und Behörden erreichen". Zusätzlich werde es Online-Trainings-Module für Ermittler geben.

Einem vorausgehenden Bericht zufolge zeigten diese Apple-Schulungen FBI-Mitarbeitern Wege auf, um Daten aus Apple-Geräten und iCloud-Accounts auszulesen, das Training enthalte aber keine Details zum Aushebeln von Sicherheitsmechanismen, hieß es. Der Konzern aber aber Strafverfolger schon darüber informiert, wenn Änderungen in den Betriebssystemen sich auf laufende Ermittlungen auswirken könnten -- auch hier bleibt unklar, welche Informationen genau herausgegeben wurden.

Apple macht aus der Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden kein Geheimnis. Auf gerichtlichen Beschluss hin werden auch umfangreiche iCloud-Daten herausgegeben, darunter auch Geräte-Backups, die auch sonst geschützte Daten wie die Ende-zu-Ende-verschlüsselten iMessage-Nachrichten enthalten. Die Richtlinien für den Umgang mit Behördenanfragen lassen sich seit Jahren bei Apple einsehen, der Konzern veröffentlicht zudem halbjährlich einen Transparenzbericht zu den Anfragen staatlicher Stellen.

Man sehe sich dem Schutz von Sicherheit und Privatsphäre der Nutzer verpflichtet, betont Apple weiter, dies gelte auch in Hinblick auf die Unterstützung bei Ermittlungen. Apple habe "niemals eine Hintertür oder einen Generalschlüssel für irgendeines unserer Produkte oder einen unserer Dienste erstellt".

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(lbe)