Apple will Zwangsumleitungen in den App Store unterbinden

In iOS 8 blockiert Safari eine durch Banner ausgelöste automatische Weiterleitung in den App Store. Das Problem besteht seit längerem, für iOS- wie Android-Nutzer.

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Von
  • Leo Becker

Durch die Zwangsumleitung landet man gewöhnlich bei Free-to-play-Titeln im App Store

Mit iOS 8 will Apple eine nervende Technik von Werbetreibenden unterbinden: Safari soll Nutzer künftig nicht mehr ungewollt in den App Store umleiten.

Dies geht aus den Release Notes der zweiten Beta von iOS 8 hervor, die Apple am Dienstagabend veröffentlicht hat.

Die iOS-Version von Safari unterbindet die automatischen Weiterleitungen, solange der Nutzer einen Link oder ein App-Werbe-Banner nicht manuell anwählt. Entwickler sollen Apple mitteilen, wenn ihnen weiterhin eine Zwangsumleitung begegnet – oder ein legitimer App-Store-Link blockiert wird.

Ob Apples Technik die Weiterleitungen in Zukunft auch in der Browser-Ansicht von Dritt-Apps verhindert, bleibt unklar.

Das Problem besteht seit etlichen Monaten: Beim Aufrufen einer Webseite wird der Nutzer plötzlich ohne Zutun in den App Store geschickt – gewöhnlich zu einem der gängigen Spiele, die sich durch In-App-Käufe finanzieren. Dies betrifft nicht nur iOS, in Android führt die Weiterleitung entsprechend in den Google-Play-Store.

Die Banner-Werbung mit App-Store-Umleitung erscheint gewöhnlich bei Werbenetzwerken. Offenbar versuchen Dritte dadurch Installationszahlen (und somit zugleich Chart-Platzierungen) der Apps zu erhöhen oder Affiliate-Links zu platzieren. (lbe)