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Apple will angeblich Snapchat kaufen

Das vor allem von jungen Menschen verwendete Social Network ist an der Börse aktuell knapp 22 Milliarden US-Dollar wert, macht aber weiter Verluste. Angeblich haben Manager aus Cupertino die Witterung aufgenommen.

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Snapchat-Logo

Snapchat hat gerade einen technischen Umbau hinter sich, der bei Usern nicht besonders gut ankam.

(Bild: dpa, Richard Drew)

Bislang hat Apple maximal 3 Milliarden US-Dollar in die Hand genommen, um andere Firmen zu übernehmen. Dieser Rekord, aufgestellt beim Aufkauf von Beats im Jahr 2014, könnte womöglich demnächst gebrochen werden: Angeblich ist Apple an der Übernahme der Snap Inc., Betreiberin des Social Networks Snapchat, interessiert. Das meldet das Magazin Vanity Fair unter Berufung auf Kreise im Silicon Valley. Snapchat ist aktuell an der New Yorker Börse NYSE nicht ganz 22 Milliarden US-Dollar wert.

Formale Gespräche zwischen Snap Inc. und Apple soll es noch nicht geben, allerdings soll die "Theorie" des Zusammengangs seit mehreren Wochen im Silicon Valley ernsthaft diskutiert werden. Apple interessiere sich für die junge Zielgruppe, die Snapchat hat und besitzt eine ausreichend gut gefüllte Kriegskasse – über 250 Milliarden Dollar sollen darin stecken (abzüglich Schulden in Höhe von rund 100 Milliarden) und Apple hat bereits angekündigt, die Gelder "zurückfahren" zu wollen und das auch durch Firmenübernahmen.

Snap wiederum geht es in jüngster Zeit nicht sonderlich gut. Das börsengelistete Start-up schreibt weiterhin Verluste und baut aktuell 120 Stellen ab. Ein Umbau der Oberfläche der Anwendung sorgte für massive Nutzerproteste (und einen Kurssturz an der Börse durch einen einzigen Tweet), soll aber dabei helfen, die Userzugriffe besser zu "monetarisieren".

Apple wiederum könnte Snapchat in sein Portfolio einbauen, in dem mit iMessage bereits ein populärer Kurznachrichtendienst vorhanden ist, aber kein eigenes soziales Netzwerk. Zudem konkurrieren Snap und Apple mit dem größten "Social"-Dienst Facebook um Aufmerksamkeit – dieser macht Snapchat wiederum durch die Tochter Instagram massive Konkurrenz. Daneben bastelt Snap auch an Augmented-Reality-Anwendungen, die wiederum Apple-Konzernchef Tim Cook seit langem höchst faszinierend findet. (bsc)