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Apple will angeblich TV-Serien und Filme produzieren

Wie Netflix, Amazon oder Hulu will der iPhone-Hersteller offenbar selbst ins Inhaltegeschäft einsteigen – für seinen neuen Streamingdienst. Es soll bereits Diskussionen mit Hollywood geben.

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Apple TV der dritten Generation an einem Fernseher: Der neue Streamingdienst von Apple soll über die Multimediabox ins Haus kommen.

(Bild: Apple)

Apple erwägt laut Medienberichten erstmals die Produktion eigener TV-Inhalte für den seit längerem erwarteten Apple-Video-Streamingdienst. Damit würde sich der iPhone-Hersteller zum Wettbewerber von Netflix, Amazon oder Hulu aufschwingen, die bereits exklusive Fernsehserien und Filme herstellen lassen.

In den vergangenen Wochen habe Apple dazu sondierende Gespräche in Hollywood geführt, melden das Branchenblatt Variety und die Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg übereinstimmend.

Laut den Quellen aus der Entertainment-Branche ist das direkte Ziel, mit eigenen Programmen das Interesse an Apples kommenden Streamingdienst zu wecken. Das gelang zuvor unter anderem Netflix mit "Orange is the New Black" oder "House of Cards". Bloomberg zufolge geht es um TV-Serien, Apple habe aber noch keine Entscheidung getroffen.

Es gebe widersprüchliche Angaben dazu, wie weit die Ambitionen des Konzerns gingen, schreibt auch Variety. Angeblich habe Apple sogar bereits versucht, die Macher der populären Auto-Sendung "Top Gear" um Moderator Jeremy Clarkson zu verpflichten. Die BBC hatte sich von Clarkson nach Handgreiflichkeiten mit einem Mitarbeiter getrennt. Das Top Gear-Team landete schließlich bei Amazon.

Streaming-Dienste wie Netflix und Amazon stecken viel Geld in die Produktion eigener Serien oder auch Filme, um sich von einander abzuheben. Außerdem sparen sie sich so Ausgaben für Inhalte, für die sie keine Rechte halten. Netflix ließ in den USA gerade erst einen Vertrag mit mehreren Hollywood-Studios auslaufen, mit dem diverse Blockbuster aus dem Abo-Programm für US-Kunden fallen werden.

Apple ist laut Medienberichten schon seit Jahren in zähen Verhandlungen über Rechte für TV-Programme in den USA. Ein neuer Online-Fernsehdienst, über den schon lange spekuliert wird, ist immer noch nicht gestartet. Der Konzern produziert bereits selbst Werbe- und Musikvideos. Geld dafür ist in Cupertino reichlich vorhanden: Das Unternehmen sitzt auf einem Bargeldbestand von über 200 Milliarden US-Dollar. (mit Material von dpa) / (bsc)