Menü
Mac & i

Apple will das "ökologische Umfeld" in China verbessern

Bei der Endmontage von Geräten in China fällt nun kein Deponiemüll mehr an, teilte Apple mit – sämtlicher Abfall werde recycled oder kompostiert. Ein erster chinesischer Zulieferer des Konzerns setzt zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien.

vorlesen Drucken Kommentare lesen 46 Beiträge

Ein Solarprojekt des iPhone-Herstellers in der chinesischen Provinz Sichuan.

(Bild: Apple)

Anzeige
Apple iPhone 6s 16GB grau
Apple iPhone 6s 16GB grau ab € 273,09

Apple geht den wachsenden CO2-Fußabdruck an: Mit der Firma Lens Technology hat sich jetzt ein erster chinesischer Zulieferer verpflichtet, die Glasproduktion für Apple bis Ende 2018 zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie durchzuführen, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Lens beziehe dafür Strom von lokalen Windprojekten. Bis 2020 will Apple den Ausstoß von Treibhausgasen in China um 20 Millionen Tonnen verringern, der Konzern baut dafür mit Partnern vor Ort weitere Solarkapazitäten auf – darunter auch Foxconn.

Alle vierzehn Endmontagewerke in China erfüllen nach Angabe des Konzerns jetzt die “Zero Waste to Landfill”-Validierung von UL, dadurch soll keinerlei Deponiemüll mehr anfallen. Aller Müll werde “wiederverwendet, recycelt, kompostiert oder – falls nötig – in Energie konvertiert”, schreibt Apple.

Man wolle der Welt zeigen, dass man “verantwortungsvoll produzieren” könne, schreibt Apples Umweltchefin Lisa Jackson. Lens soll als Beispiel für andere Zulieferer dienen. Der Konzern hatte im vergangenen Jahr angekündigt, die eigene Lieferkette anzugehen, dort fallen derzeit rund 77 Prozent des gesamten Treibhausgasausstoßes von Apple an. Apples CO2-Fußabdruck hat sich im Geschäftsjahr 2015 erneut vergrößert, auf nun 38,4 Millionen Tonnen, zwei Jahre zuvor lag sie bei 33,8 Millionen Tonnen.

Um die Emissionen bei der Fertigung von Material zu reduzieren, werde zum Beispiel beim Schmelzen von Aluminium bevorzugt auf Wasserkraft statt auf fossile Brennstoffe gesetzt, erklärte Apple im jüngsten Umweltbericht. Überschüssiges Aluminium fließe wieder in die Herstellung ein. Der CO2-Fußabdruck für die Fertigung des iPhone-6s-Gehäuses habe sich durch diese Manßnahmen im Vergleich zum Vorgänger iPhone 6 halbiert. Für die hauseigenen Rechenzentren setzt Apple seit längerem ebenfalls zu 100 Prozent auf erneuerbare Energien. (lbe)