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Apple will grüner werden: iPhone-"Killerroboter" Liam hilft

Während der Keynote zum iPhone SE hat der Konzern auch neue Umwelt- und Recyclinginitiativen angekündigt. 93 Prozent aller Standorte werden aktuell mit erneuerbaren Energieformen betrieben.

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Apples Projekt "Liam".

(Bild: Apple)

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Noch vor der Vorstellung von iPhone SE und iPad Pro mit 9,7-Zoll-Display (s. Mac & i-Liveticker) widmete sich Apple in seiner gestrigen Keynote dem Umwelt- und Klimaschutz. Dazu bat Konzernchef Tim Cook seine Vizepräsidentin für den Bereich "Environment, Policy and Social Initiatives", Lisa Jackson, auf die Bühne.

Jackson, die zuvor vier Jahre lang Leiterin der US-Umweltschutzbehörde EPA gewesen war, kündigte neue Ökoinitiativen des Konzerns an und erläuterte den aktuellen Stand seiner Klimaschutzvorhaben. So will Apple mittlerweile 93 Prozent seiner selbst betriebenen Standorte inklusive Apple Retail Stores mit erneuerbaren Energieformen betreiben. In 23 Ländern sei das bereits erreicht, darunter in den USA und in China. Ziel bleibe es aber, 100 Prozent klimafreundlich zu agieren. Auch auf seine Auftragsfertiger und Lieferanten macht Apple hier Druck, die in Asien die Hauptlast der Produktion schultern.

Jackson nannte einzelne Projekte, wie sich Apple seine hauseigene Energiewende vorstellt. So hat der Konzern etwa in Sichuan eine 40-Megawatt-Solarfarm errichtet, die die lokale Fauna – inklusive grasender Yaks – nicht beeinträchtigen soll. In Singapur, wo es wenig Platz für Solartechnik gibt, setzt das Unternehmen auf Dachmodule.

(Quelle: Apple)

In Sachen Papierverbrauch will Apple auch etwas tun. Bereits jetzt stammten 99 Prozent der in Verpackungen eingesetzten Papiermenge entweder aus Recyclinganlagen oder aus "nachhaltig bewirtschafteten" Wäldern. Künftig soll aus Verpackungen Kunststoff ganz verschwinden und durch papierbasierte Materialien ersetzt werden.

In einem kurzen Video zeigte Jackson zudem das neue "Projekt Liam" (siehe oben). Dabei handelt es sich um einen von Apple entwickelten Recyclingroboter, der iPhones ohne Zutun des Menschen in seine Komponenten zerlegen kann.

Apple versuche sicherzustellen, dass seine Geräte wiederverwendet würden, etwa durch Refurbish-Programme. Am Ende der Lebenszeit einer Hardware sei dann ein möglichst weitgehendes Recycling notwendig. Liam kann etwa Hauptplatine und Display trennen, auch einzelne Schrauben sammelt der iPhone-"Killerroboter". (bsc)