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Apple will iPhone-Abofallen eindämmen

Eine zusätzliche Bestätigungsabfrage soll das Abschließen von Abonnements mit automatischer Verlängerung in iOS-Apps erschweren.

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iPhone

(Bild: dpa, Andrea Warnecke)

Apple ergreift neue Gegenmaßnahmen, um die Abzocke durch App-Abofallen zu erschweren: Nach der Buchung eines Abonnements erscheint auf dem iPhone nun ein neuer Dialog, der darauf hinweist, dass das Abo bis zu einer Kündigung immer weiterläuft – der Nutzer muss den Abo-Abschluss dann nochmals bestätigen, wie Entwickler aus den USA berichten.

Der neue Hinweisdialog erscheine sowohl nach Buchung eines Abonnements per Touch ID als auch per Face ID, wie der Entwickler David Barnard erklärt, der sich seit längerem eingehend mit dem Abofallenproblem beschäftigt.

Die zusätzliche Bestätigung soll wohl auch das unabsichtliche Buchen von Abonnements verhindern: Mancher Nutzer dürfte beim plötzlichen Erscheinen eines Bezahldialogs schnell den Home-Button drücken, um die App zu schließen – dabei kann per Fingerabdruck allerdings die Bezahlung autorisiert werden, durch die zweite erforderliche Bestätigung sollte dies nicht mehr passieren. Die Kaufbestätigung auf neueren iPhones mit Face ID erfordert stattdessen ein doppeltes Drücken der Standby-Taste.

Den zusätzlichen Bestätigungsdialog scheint Apple erst schrittweise einzuführen. Beim Abschluss von mehreren Abonnements mit einer deutschen Apple-ID erschien am Freitag kein zusätzlicher Warnhinweis auf einem iPhone der Mac & i-Redaktion – möglicherweise folgt dies aber in Kürze. Hierzulande erscheint aber ein neuer Dialog, der den erfolgten Kauf nochmals signalisiert – "Dein Kauf war erfolgreich", heißt es dort.

Seit gut einem Jahr ist es Apps möglich, einen kostenlosen Testzeitraum anzubieten, der sich anschließend automatisch in ein bezahltes Abonnement verwandelt. Betrüger entdeckten die Funktion schnell für sich: Mit verschiedenen Tricks werden unerfahrene Nutzer zum Abschluss von Abonnements gelockt – neue Bilder für eine Malbuch-App werden zum Beispiel zu Preisen von mehreren Hundert Euro pro Jahr abgerechnet.

Die Abo-Abzocke scheint längst ein lukratives Geschäft mit Millionenumsätzen, an denen jeweils auch Apple mitverdient. Der Konzern hat in den vergangenen Monaten mehrere Gegenmaßnahmen ergriffen, darunter der Rauswurf besonders dreister Abzock-Apps, eine Verschärfung der Richtlinien für Anbieter von In-App-Abos und einen einfacheren Zugriff auf die Aboverwaltung.

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(lbe)