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Apple wirft iPhone-Tastatur mit Überweisungsfunktion raus

Die iOS-Tastatur einer australischen Bank ermöglicht Kunden, Geldbeträge in beliebigen Apps an andere Nutzer zu schicken – Apple hat diese Funktion nun untersagt. Mit iOS 11 führt der Konzern eine Überweisungsfunktion in iMessage ein.

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Apple wirft iPhone-Tastatur mit Überweisungsfunktion raus
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Apple hat die australische Bank Westpac angewiesen, ihre iPhone-Tastatur mit integrierter Bezahlfunktion zu entfernen. Das Bankhaus hat Kunden in einem Schreiben über den anstehenden Funktionsverlust informiert und zeigte sich in einer Stellungnahme gegenüber The Australian Financial Review “enttäuscht” von Apples Entscheidung. Den von Apple angeführten Grund wollte Westpac nicht nennen.

Andere iPhone-Tastaturen mit Bezahlfunktion noch vorhanden

Nach Informationen der Wirtschaftszeitung waren Mitarbeiter der Bank “perplex” über ein generisches Erklärungsschreiben des iPhone-Konzerns, demzufolge das Versenden von Geld über eine iOS-Tastatur nicht möglich sein darf – und eine derartige Funktion manche Nutzer kränken könne. Andere Banken liefern mit ihren iPhone-Apps derzeit noch eine Tastatur mit, über die sich Überweisungen ausführen lassen. Ob Apple diese ebenfalls untersagen will, bleibt vorerst offen.

Die Integration von Payment-Funktion in eine iOS-Tastatur ermöglicht, diese praktisch systemweit in verschiedenen Apps einzusetzen – und damit auf einfache Weise zum Beispiel verschiedene Messaging-Apps abzudecken. Apple rate Entwicklern allerdings aus Sicherheitsgründen davon ab, Bezahlfunktionen in eine Tastatur zu integrieren, merkt die Wirtschaftszeitung an – stattdessen rät der Konzern dies in Form einer App für den hauseigenen Dienst iMessage umzusetzen.

Apple Pay bald in iMessage integriert

iOS 11 bringt Apple-Pay-Unterstützung in iMessage


Seit iOS 10 erlaubt Apple Dritt-Entwicklern bereits, Apps für iMessage anzubieten – darunter auch zur Geldüberweisung. Mit iOS 11 führt der Konzern diese Funktion zudem mit dem hauseigenen Bezahldienst Apple Pay ein – und verwaltet von Nutzer zu Nutzer übermittelte Geldbeträge über eine Apple Pay Cash Card.

Der iPhone-Hersteller steckt seit längerem in einer Auseinandersetzung mit großen australischen Banken, darunter auch Westpac. Die Banken, die Apple Pay bislang nicht unterstützen, fordern, dass Apple den NFC-Chip des iPhones für Dritte öffnet – um eigene Banking- und Wallet-Dienste auf das Gerät bringen zu können. Apple lehnt dies unter Verweis auf Sicherheitsbedenken ab. Mit iOS 11 öffnet der Konzern NFC aber erstmals für Dritt-Entwickler – jedoch beschränkt auf reinen Lesezugriff. (lbe)